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11. September 2010 6 11 /09 /September /2010 19:03

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(Platz des himmlischen Friedens und der nichtversiegenden Touristenströmen.)

 

5.9.10 - 9.9.10

 

Ganz zu Beginn meines Beijing Aufenthaltes, lief ich ein bisschen in der Stadt umher und traf auf ein paar Deutsche. Sie arbeiteten für ein paar Monate als Englischlehrer im Süden und bereisten jetzt noch ein bisschen das Land. Es ist sehr in Mode, dass sich Leute vom Westen einen Lehrauftrag für den Sommer angeln und China so kennenlernen. Ihre Erfahrungen mit dem Land und die Diskussionen untereinander waren sehr spannend.

Am nächsten Tag nahm ich mir zuerst den Glocken und den Trommelturm vor.

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(Blick vom Glockenturm zum Trommelturm. Die beiden Türme wurden auf der gleichen Achse wie die verbotene Stadt gebaut. Sie gaben die Zeit für die ganze Stadt. Die Uhren liefen damals aber ganz anders. Es gab irgendwie 108 Einheiten pro Tag. Heute hat man die gleiche Zeit wie wir. Auch die 7 Tage Woche wurde vom Westen übernommen.)

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(Da haben wir die Glocke. Fette Sache. Sicherlich noch grösser als die Zarenglocke in Moskau Von Helsinki nach Moskau , nur VIEL älter und sie funktioniert sogar...)

 

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(Blick vom Trommelturm zum Glockenturm. Die beiden wurden hie und da zerstört und wieder aufgebaut.Ursprünglich wurden sie aber vom Grosskind des grossen Genghis Kahn um 1272 gebaut. Dieser hiess Kublai Kahn und war insofern wichtig, als dass er die Yuan- Dynasty gründete. Zwar beschäftigte er sich als Herrscher über dieses antike Megareich sehr oft mit der chinesischen Kultur, aber hatte ne Abneigung gegen die Han- Chinesen. Auch weil diese in versuchten zu stürzen. Also waren die Minderheiten und sogar Ausländer in den hohen Ämtern sehr oft vertreten. )

 

Kurz ne krasse Zusammenfassung chinesischer Geschichte: link

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(Aussicht vom Trommelturm. Vieles von Beijing besteht noch aus den Traditionellen Hutong. Dies sind Ansammlungen von 1-2 Geschossigen Häusschen, welche einen Innenhof oft mit Bäumen besitzen und kaum mit dem Auto erreicht werden können. Pro Strasse findet man öffentliche Toiletten da viele der Hutongs keine besitzen.

An diesem Tag ist übrigens wunderschönes Wetter. Der Smog in Beijing ist offensichtlich. Ich habe gehört, man atmet in dieser Stadt als Nichtraucher soviel Schmutz ein, dass es gleich schädlich ist wie 70 Zigaretten. Hier ein Vergleichsbild: link )

 

 

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(Ich besuchte den Beihai Park. Es wechseln Grünflächen mit einem See und vielen Gebäuden ab. Hier ein paar Details:)

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(Ich fand ein Quartier mit vielen Künstler. Rechts: Von diesen kleinen Restaurants lebe ich im Moment. Sobald man in eine Seitengasse abbiegt, kann man für 1- 3 Franken sehr gut essen.)

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(Kein Kommentar)

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(Kleine Polizisten beim bewachen von irgendwas ist hier Alltag. Beim Hauseingang und auf der Strassenkreuzung genau gleich wie auf dem Platz vor der Verbotenen Stadt. Bei Tag und bei Nacht...)

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  (Hauptbahnhof Beijing um Mitternacht an einem Wochentag)

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(Salutieren tun sie hier auf sehr vielen Poster. Von der Zugsbegleitung bis zum Supersoldaten.)

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(Links: Die Metro ist sauber, schnell, funktionell und günstig. Hier ein Bild für den Verlgeich mit der Metro von Moskau Akte Metro Rechts: Beim Anstehen fürs Mao'soleum bekommt man keine Langeweile, schliesslich wird einem ununterbrochen von den 300 Aufpassern per Megaphon eingeflösst schön brav auf der aufgemalten Linie zu bleiben... Drinnen sahs dann ähnlich aus wie bei Lenin  Von Helsinki nach Moskau . Einer der schuld ist Millionen von Menschen umgebracht zu haben link liegt als Bestrafung für in einer Wachshülle in einer Vitrine und wird von irgendwelchen Fremden Besuchern angegafft... FÜR EWIG...)

 

Hutong:

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Ich folgte ein paar Arbeitern in einen Hutong. Der Aufbau Chinas funktioniert nur wegen einer grossen Masse von armen Wanderarbeitern, die für wenig Geld grossartiges erbauen. Zwar können sie so ihre Familien daheim unterstützen. Doch falls sie einen Unfall haben, wird sich kaum jemand um sie kümmern. Das Leben ist hart und manchmal sehen sie für einige Wochen keine Dusche sondern schlafen in Massenschlägen von bis zu 20 Personen in einem Raum.)

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(Links: Sonst in China sind diese Minitaxis oft ein bisschen alt und hässlich. Hier in Beijing fand ich eine neue, glänzende Chromstalversion... Rechts: Oft gibts nur ein kleiner Eingang zur Gasse hin. Dahinter gibts ein Innenhof durch welchen man in die einzelnen Zimmer kommt.)

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(Oft werden ganze Quartiere von diesen Hutong abgerissen, um neue Hochhäuser zu bauen. Grosse Teile Beijings bestehen aber noch aus den traditionellen Häusern, welche gut restauriert werden und ein paar der besten Restaurant und Hostels beherbergen. Der Lebensstandart in den Hochhäusern ist hoher und der kalte Winter in den Hutongs wohl extrem unangenehm. Die Nagelhäuser sind eine Seltenheit. link )

 

Das Olympische Dorf:

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Als weitere Sehenswürdigkeit schaute ich mir die Olympischen Stadien von 2008 an. Um auf die Beleuchtung in der Nacht zu warten, ging ich im blauen Würfel schwimmen. Es wurde zum teuersten Bad meinest Lebens. Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm, und um überhaupt den Zehen ins Wasser halten zu können, musste ich eine Badekappe benutzen, inklusive Hauptplatz durch 3 Metaldedektoren gehen, einen Schwimmtest absolvieren e.t.c... Dafür passten dann auf uns 3 Schwimmer etwa 7 Retter auf, dass man ja kein Wasser schluckt.

 

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(Links: Der Hauptachse entlang sind alle wichtigen Stadien gebaut. Rechts: Die wichtigsten 4 Sachen um überleben zu können...)

 

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(Eine der Fünf Ringstrassen von der Überführung von einem in den anderen Teil des Olympischen Gebiets.)

 

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(Innerhalb des Nationalen Wassersportzentrums gibt es verschiedene Abteilungen. Eines für den Schwimmwettkampf, ein anderes Becken ist für Besucher und andernfalls als Aufwärmbecken gedacht. Ausserdem gibt es noch dieses grosse Vergnügungszentrum mit duzenden verschiedenen Bahnen und Wellenbecken. Während ich trainierte, traf ich auf einen Chilenen, der von China nach Südamerika exportiert. Er erzählte mir, dass die Qualität oft eifendlich gar nicht so über sei, da die Chinesen iher Geschäft sehr ernst nehmen. Sie wollen ihre Gelegenheit JETZT nutzen und auf keinen Fall Handelspartner oder ein gutes Geschäft verpassen. Ausserdem ist China immernoch am günstigsten. Ich erinnerte mich in diesem Moment an die Zugfahrt nach Beijing. Während den 5 Stunden auf dem Stehplatz, zeigte ich einem amüsierten jungen Chinesen, was alles an meiner Ausrüstung Made in China ist.: So gut wie alles.)

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(Aufwärmbecken. Rechts: Extra für 2008 wurde eine Hyprmoderne Ubahn gebaut. Heute ist diese meist leer.)

 

 

Der Tempel des Konfuzius:

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(Eines der faszinierensten Dinge für einen Westler sind die Lehren des Konfuzius .-ca 500 v.Chr-. Zwar ist es keine Religion, aber ihm wurde oft gehuldigt. Auch kamen die Kaiser in diesen Tempel um Rituale zu machen wie zum Beispiel Geld zu verbrennen. Konfuzius wollte, dass sich die Herrscher damit befassen WIE sie ein Land regierten. So sollte man, wenn man selber Erfolg will, anderen auch beim Erfolg helfen. Und man sollte niemals jemanden antun, was man nicht auch sich selber wünscht. Da er dies den Lords lehren wollte, reiste er für Jahre im Land umher. )

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(Einige Jünger folgten ihm, zwischendurch hatte er auch Erfolg. Doch ironischerweise zerfiel China nach seinem Tod in kleine Reiche die untereinander Krieg führten: Dei Zeit der Streitenden Reiche. Erst der Gründer der Qin Dinasty sollte das Land Jahrhunderte später wieder vereinigen und befehlen riesige Terracotta Armeen zu erschaffen. (Später in Von Beijing nach Xian)

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(In dem grossen Tempel gab es auch viele spezielle Musikinstrumente. Anfangs meines Beijingaufenthaltes hatte ich ne spannende Diskussion mit Deutschen die in China Englisch unterrichteten. Einer war stark überzeugt, dass China die neue Macht wird, und im Moment und in Zukunft alles besser als die Amerikaner machen werden, da sie eben auch diese Philosophie haben. Die jungen Chinesen sind allerdings mehr in World of Warkraft und Geld interessiert al an Konfuzius. Auch unterschied dieser zwischen richtigem Wissen und ''auswendiggelerntem''. Dabei sind die Chinesen spezialisten im Auswendig lernen ohne den Sinn dahinter zu verstehen.)

 

 

 

Der daoistische DongyuentempeP1030598

(Das eigendlich sehenswerte an diesem Tempel, waren die ''Departemente'' in welchen verschiedene Götter und Geister versinnbildlicht werden. Bei diesem Beispiel wird gezeigt, was passiert, wenn man gleich viel gutes wie schlechtes getan hat: Man wird neu in einen ein bisschen tierischen Körper geboren...)

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(Links: Das Departement des individuellen Schicksals. Dass man erinnert wird, dass aus Reich schnell Arm und aus Arm auch Reich werden kann. Rechts: Die wandernen Geister waren Menschen, welche in ihrem Leben zuviele schlimme Sachen gemacht haben. Ohne Zuhause sind sie für immer als Geister gefangen.)

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(Links: Hier geht es um den Respekt vor jedem Lebewesen.Rechts: Auch dies könnte passieren wenn man nicht brav ist: man wird zu einem im Wasser geborenen Lebewesen...)

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(Links: Da Hepatitis ein grosses Problem war, wurde dieses Departement installiert. Es ermöglichte den Menschen für eine Heilung zu beten, gleichzeitig wurde ermahnt, nicht zuviel zu saufen und zu rauchen. Rechts: Hier wurden alle Fluss und Seegötter zusammengefasst. )

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Spaziergang in Beijing:

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(Plauderstündchen aufem Brücklein über dem Flüsschen.)

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(Chinesisches Fastfood: Name - KUNFU)

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(Normale Strasse.)

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(Links: Grillen auf der Strasse: Göttlich. Rechts: Massnahmen für den Umweltschutz wurden getroffen, wie hier zum Beispiel werden oft Petflaschen gesammtelt und transportiert. )

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(Bei älteren Gebäuden oder Tempeln wurden oft keine Treppen gebaut, sondern eine Rampe ein bisschen versetzt gemauert. Clever: So kann man mit dem einem Rad genau gleich wie zu Fuss gehen.)

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(Links: Sobald die kleinen Fähnchen der Touristenführer auftauchen muss man schnell abhauen, sonst wimmelts nur noch von Touris, Verkäufern und Fotoapparaten. Recht: Das Bild lügt: China kam mir bis jetzt sehr organisiert und brav vor. ab 23 Uhr ist die Ubahn geschlossen, man tut was die Polizei sagt... )

 

Beijing hat einiges zu bieten. Ich war aber froh weiterzugehen. Schliesslich ist die Luftverschmutzung schon sehr krass. Man fühlt manchmal, wie die Lunge sich anders an fühlt. Der Smog ist so krass, dass man dies sogar auf Satellitenaufnahmen klar erkennen kann. Die Flüsse sind tot und Parks selten. Es ist ziemlich bezeichnend für ganz China, wo zu 90 Prozent der Fläche Saurer Regen fallen soll.

 

Als Tourist kann man locker ein bis zwei Wochen damit verbringen in und um Beijing historisch oder kulturell wichtige Orte aufzusuchen. Ausserdem ist Beijing normalerweise der Ausgangspunkt um die Grosse Mauer zu erkunden.The Big One war aber ganz klar die Verbotene Stadt. Atemberaubend.

 

Persönlich: Toll wars eine richtige Jugendherberge für mehrere Tage zu haben. Kleider sind gewaschen, Tickets gekauft. Es kann weitergehen!!!

 

Politisch: Ich sah, wie die Jugendlichen zum Teil offen Fragen anfangen zu stellen. Warum wurden Tausende Zivilisten bei den letzten Aufständen umgebracht? link  Wie gehts weiter? Wann kommt die Freiheit. Spannend wird es, dies in den nächsten 20 Jahren zu beobachten.

 

Plan A: Pflichtprogramm in der ehemaligen Hauptstadt Xi'an. Danach ab in den Süden.


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