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28. August 2010 6 28 /08 /August /2010 14:59

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13.- 19.8.10

Obwohl alle auf und bereit waren am frühen Morgen, musste noch gepackt und bezahlt werden. Anschliessend fuhren wir VIELE km im Auto...

 

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(Links: Geier sind schon riesige Viecher.       Rechts: Mitten im Nirgendwo trafen wir auf                                                                                einen Handelsposten mit ein paar festen  

                                                                              Gebäuden.)

 

Meistens war die Landschaft einfach nur endlos und atemberaubend schön.

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(Wir übernachteten meistens bei Nomaden die sich für die Touristen eine oder zwei zusätzliche Yurte anschafften.)

 

Plumpsklotime:

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Auch was die Kamele von diesen Touristen halten fand ich heraus:

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Mit einem Typen der kurzfristig zu unserer Gruppe hinzugestossen ist, erklomm ich einen kleinen Berg.

 

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Andere Eindrücke und Viecher:

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(Wir erreichten das Camp an einem 25 meter hohen Wasserfall. Wir genossen das Bad im See, denn Duschen sind hier draussen sehr selten.)

 

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(Links: Wenn man einen Platz mag, schichtet man ein paar Steine oder Holz aufeinander und bestückt es mit farbigen Stoffen oder Geld. Jede Farbe hat dabei eine eigene Bedeutung. Rechts: Der bescheidene Erfolg beim Fischen verschaffte mir einen neuen Freund dem ich immer wieder begegnen werde.)

 

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(Die Reste der Fische schmiss ich in die Luft, sodass die Adler danach jagen konnten. Toll wars ihnen dabei zuzusehen!)

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Wir starteten darauf hin auf eine zweitätige Reittour in entlegene Täler. Es dauerte einen Moment bis die 10 Touristen und die 3 Begleiter alles bepackt und die Pferde gesattelt hatten.

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(Wir verbrachten einen tollen Abend am Lagerfeuer. Eine alter mongolischer Begleiter hatte ein paar alte Lieder der Region auf Lager, welche uns definitif in eine andere Welt wiegelten.)

 

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(Eines der schlechten Beispiele: Dieser Fluss ist von einer Goldmine, 50 km entfernt, so vergiftet, dass alle davon abrieten das Wasser zu berühren. Der Hunger nach Rohstoffen ist gross. Die Mongolei ist arm. Russen, Europäer und vorallem Chinesen probieren sich möglichst viele Rohstoffe zu sichern.)

 

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(Zurück im Camp traf ich auf meinen Freund beim Spielen mit dem kleinen Bruder. Diesmal mit traditionellen Kleidern.)

 

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(Heute gibts was besonderes zum Abendessen. Zu diesem Zweck trieben die zwei Jungs der Nachbarn ein kleine Herde zusammen. Die zwei waren schnell. Sehr schnell. Und man beachte: während die 10 Touristen nach reiten MIT Sattel kaum mehr gehen konnten, brauchen die Buben gar nichts. Wahrscheindlich trainieren sie für das Nadaam Festival indem schon ca. 4-6 Jährige um ihre Ehre kämpfen indem sie Pferderennen von 20 km bestreiten. Die Erwachsenen vergleichen sich derweil beim Schwingen oder Pfeilbogenschiessen.)

 

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(Der Ziege wurde der Bauch aufgeschnitten und der Metzger durchtrennte mit seiner Hand beim Herz die Hauptschlagadern im Innern des Tiers. Dies geschah innert Sekunden. Ich assistierte ihm dabei.

Dieses Erlebniss beschäftigte mich sehr stark. Die Touristen standen, lachten und scherzten um das sterbende Tier. Man meckerte sogar über die Nomaden und der Duft des Tiers, welcher bei allen Helfern vorkam.

Als ich später mit dem Metzger sprach, realisierte ich, dass es ihm nicht leicht fiel zu töten. Ein Tier zu erledigen ist kein Spass sondern Notwendigkeit. Hier draussen gedeihen keinerlei Gemüse oder Korn. Die Leute haben nur Steppe und Tiere. Ich persönlich habe kein Problem ein Tier umzubringen und auszunehmen solange man es nachher isst. Auf jedenfall ist das direkter und natürlicher als die Massenproduktion die bei uns üblich ist.

Der Unterschied zwischen deren Alltag und dem Ausflug der Touris hätte nicht grösser sein können. Während sie einen langen Winter bei Minus 20 bis 50 Grad in einer Yurt verbringen, muss für die Touristen sogar im Hochsommer tonnenweise Holz hergeschafft werden, damit sie in der Nacht genug warm haben...)

 

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(Tadaa, Tava beim spielen auf dem Pferd...)

 

Auf dem Rückweg kamen wir an der ehemaligen Hauptstadt zu Zeiten Genghis Kahns vorbei und besuchten das Kloster von Edene Zuu.

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(Die Tempel sind umgeben von einer 400 mal 400m grossen Mauer. )

 

Ein bisschen Geschichte: 

Für den Buddhismus in der Mongolei war der Einfluss von Tibet sehr wichtig. Der 4. Dalai Lama war Mongole. Aber der 5. -ein Tibeter- war richtig wichtig für das Steppenland. Von ihm sieht man viele Bilder und Zeichnungen. Früher standen in Erdene Zuu fast 70 Gebäude. Die Kommunsten zerstörten JEDES davon. Man baute daraufhin 18 Gebäude wieder auf. Es ist brutal wie krass die Sozialisten hier durchgriffen. Während in Russland Gebäude oft gerettet wurden, weil man sie in Lagerhallen oder Museum umwandelte, blieb hier kein Stein auf dem anderen.

 

Ein bisschen Religion:

Götter sind hässliche Monster. Oft haben sie ein drittes Auge mit welchem sie sogar in die Zukunft sehen können. Sie haben die Macht die schlechten Menschen zu bestrafen, was man dadurch darstellt, dass der Gott ein bisschen auf Körpern herumtrampelt.

Buddhas sind Abbildungen von Menschen die einmal gelebt haben. Sie sehen zwar fast gleich aus, oft ist aber jeder Buddha einem anderen Lehrer des Buddhismus geweiht. In den gesehenen Tempeln sind es oft drei Statuen: Eine für die Zukunft, einmal für die Gegenwart und zum Schluss einmal für die Zukuft.

 

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(Aussichtspunkt mit der ehemaligen Hauptstadt und rechts mit dem Kloster.)

 

Impressionen Rückweg:

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(Das ganze Jahr hindurch spielen die Kinder draussen und mit den Tieren. Ich glaube die sind so gut wie nie krank...)

 

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(Wie haben dies geschafft die Tiere da drauf zu bringen!?!)

 

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(Es wurde still unter den Touristen. Wir stecken wieder im 24 stündigen Verkehrschaos von Ulanbaatar. Hier wurde übrigens aus einer zweispurigen Strasse eine vierspurige... Wieso sollte man das Trottoir und den Vorgarten nicht auch als Strasse benutzen?)

 

Persönlich: Ich fühle mich fitt und erholt nach dieser Woche in einer Gruppe.

 

Plan A: Ab durch die Gobi in Richtung China!!

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