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20. August 2010 5 20 /08 /August /2010 08:47

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(Baikal)

 

8.8.10

Irkutsk zu Fuss. Nachdem sonst in Russland nur wenige Ausländer anzutreffen waren, ist in Irkutsk die Hölle los. LonelyPlanet überall!!!

9.8.10

Ich fuhr in einem Geimeinschaftstaxi bis nach Lyudvianka und genoss den Baikalsee bevor ich mit einer Fähre nach Portbaikal ging.

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(Slowfood: Sie picken die Kerne aus den Tannzapfen um das nussige Innere zu essen. Dauert ne Ewigkeit, bis man was im Mund hat)

Mit den Russen die ich auf dem Schiff traff, verbrachte ich 2 wahnsinns Tage.

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10.8.10

Es war ne kurze Nacht in Portbaikal, da der Zug um 2 Uhr startete.

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(Mitten in der Nacht kamen von überallher Wanderer und Tramper. Leute die viel Geld haben, können sich den Touristenzug am Tag leisten. Die normalen Leute geniessen den Sonnenaufgang im Bummler der im Nirgendwo startet... Nachdem ich in den russischen Städten kaum Backpacker getroffen habe, waren sie hier plötzlich überall. Allerdings nur aus Russland und Osteuropa. Westler habe ich keinen getroffen.)

 

Baikal: Der See ist der älteste und tiefste Süsswassersee der Welt. Asien spaltet sich an dieser Stelle seit 25 Millionen Jahren. Irgendwann wird daraus ein neues Meer entstehen. Er fasst ein Fünftel des Süsswasservorkommens der Welt. Das heisst selbst wenn man alle grossen Seen zwischen USA und Kanada zusammenfasst, kommt man nicht auf das Volumen des Baikalsees. An seinen Ufern liegen wichtige spirituelle Punkte für die Schamanen der Buryat- Minderheit. In vielen russischen Liedern wird die Sehnsucht nach der Perle Sibiriens besungen.

Später trennten wir uns dann in Slyudianka.

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(Tja, die Müdigkeit sieht man uns wohl an...)

Impressionen auf dem Weg:

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Ich wollte ein bisschen weiterkommen. Leider war dann in Baikalsk fertig. Keine Busse fuhren mehr und die Züge starten alle früh im morgen. Nach langem hin und her war ich froh ein günstiges Hostel zu finden...

 

Impressionen in Baikalsk:

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11.8.10

Weniger pompös als in den Städten gehts hir zu und her. Der Bahnhof erkennt man an der Menschenmenge die sich am Bahngleis ansammelt.

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(oben. Solange man dem Baikal entlangfuhr war die Landschaft typisch sibirisch. unten. Sobald man aber Richtung Süden nach Ulan Ude abbog, verschwanden langsam die Bäume und es wurde trockener. Ulan Ude heisst übrigens Rote Uda und ist die Hauptstadt von Burjatien  link  )

 

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Ulan Ude gefiel mir gut. Es ist die asiatischste Stadt in Russland, weshalb sogar der Leninkopf asiatische Züge habe. Selber kann ichs nicht genau beobachten. Schliesslich sind die Leninstatuen oft ein bisschen verschieden. Es war wohl weniger wichtig WIE sondern, DASS eine Leninstatue an jeder Ecke steht...

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(Hmm, nen goldenen Lenin hatten wir bis jetzt noch nie! unten: der grösste Leninkopf der Welt ist das Wahrzeichen der Stadt. )

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(Ausser dem Leninkopf fiel mir auf, dass vieles eleganter und feiner ist als im restlichen Russland.)

 

12.8.10

Früh aufzustehen lohnte sich nicht. Der Zug war schlecht angeschrieben und nach langer vergeblicher Suche, fuhr mein Zug ohne mich ab...Ich war zwar am richtigen Ort. Aber nur die drei ersten Wagons fuhren weiter. Der Rest des Zuges blieb mit mir in Ulan Ude. Ich wechselte den Plan da ich vorwärts machen wollte. Schliesslich lief mein Visa aus. Zum Glück hatte ich ein bisschen Reserve eingeplant. Ich lief aus dem Bahnhof und organisierte mir ein Gemeinschaftstaxi. So hüpfte ich von Dorf zu Dorf bis ich an der mongolischn Grenze war.

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(Diese Menschen- Sardinenbüchsen heissen in Russland Marschrutky und sind die günstigste Möglichkeit um ein bisschen herumzukommen...)

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(Diese Grenzdörfer hatten auch schon bessere Tage. Als die Transmongolische Bahn noch nicht fertiggestellt war, kam ein Kamelkaravan nach dem anderen. Heute ist da tote Hose. oben: Dieser Kirchenruine wurde aber eher die Sovjetzeit zum Verhängniss. unten: Weitere Impressionen:)

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(rechts: Taxi ist hier jedes Fahrzeug. Einfach mit der Hand herumwedeln während man an der Strasse steht...)

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( et voila: die Grenze. Sie ist so organisiert: Eine überschminkte junge hübsche Russin auf Highheels wedelt entnevt herum. zu Fuss darf man nicht rüber, weshalb spezielle Taxifahrer die Leute über die Grenze fahren. Jedes Auto wird einzeln durch mehrere Sperren geschleust. Das Wetter war sehr wechselhaft. Zwischendurch gabs sogar Gewitter. Ich schaute nochmals zurück... Russland war der Hammer. Ich hatte kaum richtige Probleme und wurde weder beraubt noch blöd angemacht. Oft wurde ich angequatscht, mir wurden Tickets gekauft und sogleich geschenkt. Auch wird mir Russland als sehr sauberes Land in Erinnerung bleiben. Abfall aus dem Fenster zu schmeissen ist extrem unanständig. Auch gibts da so gut wie kein Vandalismus oder hässlich verspayte Wände. In der Mongolei werde ich mein erlerntes Russisch nicht mehr gebrauchen können. Das Ticketkaufen wird ab jetzt schwieriger... Dafür gibts  keinen russischen Techno von füh morgens bis spät abends...) 

 

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(Hier der Beweiss: Mongolinnen sind nicht Russinen. Eher fotoscheu und bescheiden. Russinen hätten sich hier sofort in jenste Posen geworfen...)

 

Ich traf die Franzosen von Jekatarinenburg wieder in Suukbataar an - der ersten mongolischen Stadt nach der Grenze - Da ich mit den kleinen Taxis schneller war, als mit dem Zug, den ich verpasst habe, stand dieser noch in Suukbataar als ich da ankam. Ich freute mich also schon, dass ich schneller in Ulanbataar sein würde als die französischen Kollegen. Zu früh gefreut. Dank der Passkontrolle standen meine 3 Wagons noch 2 Stunden an Ort und Stelle während die anderen zu einem fünftel meines Ticketpreises einen Platz in einem Wagon ergatterten die bei unseren hinten drangehängt wurden.

 

13.8.10

Das ankommen in Ulanbaatar - der rote Held - gleichte einem bösen Erwachen. Es regnete in Strömen, aber die Stadt hat so gut wie keine Kanalisation. Die Strassen verschwanden also unter den Wassermassen. Wir stapsten zu sechst umher und suchten das Hostel, das sie sich vorher organisiert hatten. Dank meinen Militärstiefeln, durfte ich sogar Christopherus spielen (der heilige Christpherus wird oft dargestellt, dass er das Jesuskind auf den Schultern über einen Fluss trägt)  und die Franzosen übers Wasser tragen.)

Ulanbaatar überraschte mich. Es ist die hässlichste Stadt die ich je gesehen habe. Es gibt kaum Trottoirs sondern meistens nur einen Schlammweg. Hier werden die Rettungstruppen wohl bald einen Einsatz haben, denn obwohl in einem Erdbebengebiet, sehen die Gebäude unstabil und improvisiert aus und von früh morgens bis spät abends besteht der Verkehr aus Stau. Sehr froh waren wir darum, als wir im gemütlichen Gasthaus ankamen.

Erste Impressionen:

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(Das Gebäude rechts war als Zeichen des Aufbruchs gedacht. Leider baute man ohne Bodenanalyse. Deshalb sei das Gebäude zwar von super Qualität und Design, aber es stehe leer und sei abgesperrt wegen Einsturtzgefahr. Man merkt, dass die Leute es sich nicht wircklich gewohnt sind, feste Siedlungen zu bauen. Ulanbaater ist ja auch die einzige richtige Stadt. Von den 2.7 Millionen Mongolen leben 2 Drittel noch als Nomaden auf dem Land.)

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(oben links: Parlamentsgebäude. Obwohl die Mongolen eingequetscht sind zwischen China und Russland, wurde die Mongolei eine gut funktionierende Demokratie. Die beobachteten Wahlen verliefen meist korrekt.)

 

Weiter Eindrücke vom Zentrum:

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(links: Der gelbe Blindenstreiffen wie wir ihn bei uns kennen, führt in einen Strassengraben. Und mitten im Trottoir ist ein geöfneter Giullideckel. Allgemein ist alles gebastelt und nicht zu Ende gedacht. Die Stadtflucht in der Mongolei ist enorm und die Städteplaner blicken schon eine Weile nicht mehr durch. rechts: Wenn Touristen mit einem Berg an Banknoten ins Restaurant kommen ist dies absolut normal. Die kleinste Note ist in der Schweiz weniger Wert als ein Rappen. Wenn also ein Menu so 3 Franken kostet, kommt einiges an Papier zusammen...)

 

Die Franzosen und ich trafen uns später wieder, um mit Idre eine Tour in die Steppe abzumachen. In einer Zehnergruppe werden wir durch den Westen reisen. Ich freute mich, wieder für eine Weile in einer Gruppe zu reisen. Auch, dass alles organisiert sein würde erlaubte mir zu relaxen.)

 

Persönlich: Mir ist wichtiger ein bischen zu entspannen als viele km zu machen. Die letzten drei Monate waren Action.

 

Plan A: Geführte Touritour ins Land des blauen Himmels. Nichts organisieren, nichts arbeiten, alles übersetzt... sogar Grossmutti könnte mitkommen!

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