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14. September 2010 2 14 /09 /September /2010 11:33

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(Bild vom Nordkapp Von Trondheim nach Nordcap )

 

 

 

Da ich viele Fotos zeige und der Speicherplatz pro Blog begrentzt ist, beende ich hiermit diesen Blog.

Die Fortsetzung findet ihr auf cymytrip2.overblog.de  oder klickt hier: link

 

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11. September 2010 6 11 /09 /September /2010 19:03

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(Platz des himmlischen Friedens und der nichtversiegenden Touristenströmen.)

 

5.9.10 - 9.9.10

 

Ganz zu Beginn meines Beijing Aufenthaltes, lief ich ein bisschen in der Stadt umher und traf auf ein paar Deutsche. Sie arbeiteten für ein paar Monate als Englischlehrer im Süden und bereisten jetzt noch ein bisschen das Land. Es ist sehr in Mode, dass sich Leute vom Westen einen Lehrauftrag für den Sommer angeln und China so kennenlernen. Ihre Erfahrungen mit dem Land und die Diskussionen untereinander waren sehr spannend.

Am nächsten Tag nahm ich mir zuerst den Glocken und den Trommelturm vor.

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(Blick vom Glockenturm zum Trommelturm. Die beiden Türme wurden auf der gleichen Achse wie die verbotene Stadt gebaut. Sie gaben die Zeit für die ganze Stadt. Die Uhren liefen damals aber ganz anders. Es gab irgendwie 108 Einheiten pro Tag. Heute hat man die gleiche Zeit wie wir. Auch die 7 Tage Woche wurde vom Westen übernommen.)

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(Da haben wir die Glocke. Fette Sache. Sicherlich noch grösser als die Zarenglocke in Moskau Von Helsinki nach Moskau , nur VIEL älter und sie funktioniert sogar...)

 

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(Blick vom Trommelturm zum Glockenturm. Die beiden wurden hie und da zerstört und wieder aufgebaut.Ursprünglich wurden sie aber vom Grosskind des grossen Genghis Kahn um 1272 gebaut. Dieser hiess Kublai Kahn und war insofern wichtig, als dass er die Yuan- Dynasty gründete. Zwar beschäftigte er sich als Herrscher über dieses antike Megareich sehr oft mit der chinesischen Kultur, aber hatte ne Abneigung gegen die Han- Chinesen. Auch weil diese in versuchten zu stürzen. Also waren die Minderheiten und sogar Ausländer in den hohen Ämtern sehr oft vertreten. )

 

Kurz ne krasse Zusammenfassung chinesischer Geschichte: link

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(Aussicht vom Trommelturm. Vieles von Beijing besteht noch aus den Traditionellen Hutong. Dies sind Ansammlungen von 1-2 Geschossigen Häusschen, welche einen Innenhof oft mit Bäumen besitzen und kaum mit dem Auto erreicht werden können. Pro Strasse findet man öffentliche Toiletten da viele der Hutongs keine besitzen.

An diesem Tag ist übrigens wunderschönes Wetter. Der Smog in Beijing ist offensichtlich. Ich habe gehört, man atmet in dieser Stadt als Nichtraucher soviel Schmutz ein, dass es gleich schädlich ist wie 70 Zigaretten. Hier ein Vergleichsbild: link )

 

 

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(Ich besuchte den Beihai Park. Es wechseln Grünflächen mit einem See und vielen Gebäuden ab. Hier ein paar Details:)

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(Ich fand ein Quartier mit vielen Künstler. Rechts: Von diesen kleinen Restaurants lebe ich im Moment. Sobald man in eine Seitengasse abbiegt, kann man für 1- 3 Franken sehr gut essen.)

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(Kein Kommentar)

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(Kleine Polizisten beim bewachen von irgendwas ist hier Alltag. Beim Hauseingang und auf der Strassenkreuzung genau gleich wie auf dem Platz vor der Verbotenen Stadt. Bei Tag und bei Nacht...)

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  (Hauptbahnhof Beijing um Mitternacht an einem Wochentag)

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(Salutieren tun sie hier auf sehr vielen Poster. Von der Zugsbegleitung bis zum Supersoldaten.)

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(Links: Die Metro ist sauber, schnell, funktionell und günstig. Hier ein Bild für den Verlgeich mit der Metro von Moskau Akte Metro Rechts: Beim Anstehen fürs Mao'soleum bekommt man keine Langeweile, schliesslich wird einem ununterbrochen von den 300 Aufpassern per Megaphon eingeflösst schön brav auf der aufgemalten Linie zu bleiben... Drinnen sahs dann ähnlich aus wie bei Lenin  Von Helsinki nach Moskau . Einer der schuld ist Millionen von Menschen umgebracht zu haben link liegt als Bestrafung für in einer Wachshülle in einer Vitrine und wird von irgendwelchen Fremden Besuchern angegafft... FÜR EWIG...)

 

Hutong:

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Ich folgte ein paar Arbeitern in einen Hutong. Der Aufbau Chinas funktioniert nur wegen einer grossen Masse von armen Wanderarbeitern, die für wenig Geld grossartiges erbauen. Zwar können sie so ihre Familien daheim unterstützen. Doch falls sie einen Unfall haben, wird sich kaum jemand um sie kümmern. Das Leben ist hart und manchmal sehen sie für einige Wochen keine Dusche sondern schlafen in Massenschlägen von bis zu 20 Personen in einem Raum.)

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(Links: Sonst in China sind diese Minitaxis oft ein bisschen alt und hässlich. Hier in Beijing fand ich eine neue, glänzende Chromstalversion... Rechts: Oft gibts nur ein kleiner Eingang zur Gasse hin. Dahinter gibts ein Innenhof durch welchen man in die einzelnen Zimmer kommt.)

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(Oft werden ganze Quartiere von diesen Hutong abgerissen, um neue Hochhäuser zu bauen. Grosse Teile Beijings bestehen aber noch aus den traditionellen Häusern, welche gut restauriert werden und ein paar der besten Restaurant und Hostels beherbergen. Der Lebensstandart in den Hochhäusern ist hoher und der kalte Winter in den Hutongs wohl extrem unangenehm. Die Nagelhäuser sind eine Seltenheit. link )

 

Das Olympische Dorf:

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Als weitere Sehenswürdigkeit schaute ich mir die Olympischen Stadien von 2008 an. Um auf die Beleuchtung in der Nacht zu warten, ging ich im blauen Würfel schwimmen. Es wurde zum teuersten Bad meinest Lebens. Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm, und um überhaupt den Zehen ins Wasser halten zu können, musste ich eine Badekappe benutzen, inklusive Hauptplatz durch 3 Metaldedektoren gehen, einen Schwimmtest absolvieren e.t.c... Dafür passten dann auf uns 3 Schwimmer etwa 7 Retter auf, dass man ja kein Wasser schluckt.

 

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(Links: Der Hauptachse entlang sind alle wichtigen Stadien gebaut. Rechts: Die wichtigsten 4 Sachen um überleben zu können...)

 

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(Eine der Fünf Ringstrassen von der Überführung von einem in den anderen Teil des Olympischen Gebiets.)

 

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(Innerhalb des Nationalen Wassersportzentrums gibt es verschiedene Abteilungen. Eines für den Schwimmwettkampf, ein anderes Becken ist für Besucher und andernfalls als Aufwärmbecken gedacht. Ausserdem gibt es noch dieses grosse Vergnügungszentrum mit duzenden verschiedenen Bahnen und Wellenbecken. Während ich trainierte, traf ich auf einen Chilenen, der von China nach Südamerika exportiert. Er erzählte mir, dass die Qualität oft eifendlich gar nicht so über sei, da die Chinesen iher Geschäft sehr ernst nehmen. Sie wollen ihre Gelegenheit JETZT nutzen und auf keinen Fall Handelspartner oder ein gutes Geschäft verpassen. Ausserdem ist China immernoch am günstigsten. Ich erinnerte mich in diesem Moment an die Zugfahrt nach Beijing. Während den 5 Stunden auf dem Stehplatz, zeigte ich einem amüsierten jungen Chinesen, was alles an meiner Ausrüstung Made in China ist.: So gut wie alles.)

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(Aufwärmbecken. Rechts: Extra für 2008 wurde eine Hyprmoderne Ubahn gebaut. Heute ist diese meist leer.)

 

 

Der Tempel des Konfuzius:

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(Eines der faszinierensten Dinge für einen Westler sind die Lehren des Konfuzius .-ca 500 v.Chr-. Zwar ist es keine Religion, aber ihm wurde oft gehuldigt. Auch kamen die Kaiser in diesen Tempel um Rituale zu machen wie zum Beispiel Geld zu verbrennen. Konfuzius wollte, dass sich die Herrscher damit befassen WIE sie ein Land regierten. So sollte man, wenn man selber Erfolg will, anderen auch beim Erfolg helfen. Und man sollte niemals jemanden antun, was man nicht auch sich selber wünscht. Da er dies den Lords lehren wollte, reiste er für Jahre im Land umher. )

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(Einige Jünger folgten ihm, zwischendurch hatte er auch Erfolg. Doch ironischerweise zerfiel China nach seinem Tod in kleine Reiche die untereinander Krieg führten: Dei Zeit der Streitenden Reiche. Erst der Gründer der Qin Dinasty sollte das Land Jahrhunderte später wieder vereinigen und befehlen riesige Terracotta Armeen zu erschaffen. (Später in Von Beijing nach Xian)

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(In dem grossen Tempel gab es auch viele spezielle Musikinstrumente. Anfangs meines Beijingaufenthaltes hatte ich ne spannende Diskussion mit Deutschen die in China Englisch unterrichteten. Einer war stark überzeugt, dass China die neue Macht wird, und im Moment und in Zukunft alles besser als die Amerikaner machen werden, da sie eben auch diese Philosophie haben. Die jungen Chinesen sind allerdings mehr in World of Warkraft und Geld interessiert al an Konfuzius. Auch unterschied dieser zwischen richtigem Wissen und ''auswendiggelerntem''. Dabei sind die Chinesen spezialisten im Auswendig lernen ohne den Sinn dahinter zu verstehen.)

 

 

 

Der daoistische DongyuentempeP1030598

(Das eigendlich sehenswerte an diesem Tempel, waren die ''Departemente'' in welchen verschiedene Götter und Geister versinnbildlicht werden. Bei diesem Beispiel wird gezeigt, was passiert, wenn man gleich viel gutes wie schlechtes getan hat: Man wird neu in einen ein bisschen tierischen Körper geboren...)

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(Links: Das Departement des individuellen Schicksals. Dass man erinnert wird, dass aus Reich schnell Arm und aus Arm auch Reich werden kann. Rechts: Die wandernen Geister waren Menschen, welche in ihrem Leben zuviele schlimme Sachen gemacht haben. Ohne Zuhause sind sie für immer als Geister gefangen.)

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(Links: Hier geht es um den Respekt vor jedem Lebewesen.Rechts: Auch dies könnte passieren wenn man nicht brav ist: man wird zu einem im Wasser geborenen Lebewesen...)

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(Links: Da Hepatitis ein grosses Problem war, wurde dieses Departement installiert. Es ermöglichte den Menschen für eine Heilung zu beten, gleichzeitig wurde ermahnt, nicht zuviel zu saufen und zu rauchen. Rechts: Hier wurden alle Fluss und Seegötter zusammengefasst. )

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Spaziergang in Beijing:

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(Plauderstündchen aufem Brücklein über dem Flüsschen.)

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(Chinesisches Fastfood: Name - KUNFU)

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(Normale Strasse.)

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(Links: Grillen auf der Strasse: Göttlich. Rechts: Massnahmen für den Umweltschutz wurden getroffen, wie hier zum Beispiel werden oft Petflaschen gesammtelt und transportiert. )

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(Bei älteren Gebäuden oder Tempeln wurden oft keine Treppen gebaut, sondern eine Rampe ein bisschen versetzt gemauert. Clever: So kann man mit dem einem Rad genau gleich wie zu Fuss gehen.)

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(Links: Sobald die kleinen Fähnchen der Touristenführer auftauchen muss man schnell abhauen, sonst wimmelts nur noch von Touris, Verkäufern und Fotoapparaten. Recht: Das Bild lügt: China kam mir bis jetzt sehr organisiert und brav vor. ab 23 Uhr ist die Ubahn geschlossen, man tut was die Polizei sagt... )

 

Beijing hat einiges zu bieten. Ich war aber froh weiterzugehen. Schliesslich ist die Luftverschmutzung schon sehr krass. Man fühlt manchmal, wie die Lunge sich anders an fühlt. Der Smog ist so krass, dass man dies sogar auf Satellitenaufnahmen klar erkennen kann. Die Flüsse sind tot und Parks selten. Es ist ziemlich bezeichnend für ganz China, wo zu 90 Prozent der Fläche Saurer Regen fallen soll.

 

Als Tourist kann man locker ein bis zwei Wochen damit verbringen in und um Beijing historisch oder kulturell wichtige Orte aufzusuchen. Ausserdem ist Beijing normalerweise der Ausgangspunkt um die Grosse Mauer zu erkunden.The Big One war aber ganz klar die Verbotene Stadt. Atemberaubend.

 

Persönlich: Toll wars eine richtige Jugendherberge für mehrere Tage zu haben. Kleider sind gewaschen, Tickets gekauft. Es kann weitergehen!!!

 

Politisch: Ich sah, wie die Jugendlichen zum Teil offen Fragen anfangen zu stellen. Warum wurden Tausende Zivilisten bei den letzten Aufständen umgebracht? link  Wie gehts weiter? Wann kommt die Freiheit. Spannend wird es, dies in den nächsten 20 Jahren zu beobachten.

 

Plan A: Pflichtprogramm in der ehemaligen Hauptstadt Xi'an. Danach ab in den Süden.


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8. September 2010 3 08 /09 /September /2010 09:57

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(Für Ausländer muss ein Minimumstandard im Hotel erreicht werden, sonst dürfen diese einem nicht aufnehmen. Mit dem Resultat, dass man keine günstige Unterkunft findet. So kommt es, dass man in Millionenstädten, wie hier in Dalian, plötzlich froh ist um sein Zelt... und ein stilles Örtchen für die Nacht)

 

28.8.10

 

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Ich nahm den Zug Richtung Fenhuancheng. In den Bahnhöfen ist man sich wieder bewusst, wieviele es von denen gibt...

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(Es kann schon passieren, dass man für 15 Minuten an einer neuen grossen Mauer von Riesenwohntürmen vorbeifährt. Zwar bekommt der Schweizer da ein bisschen apokalyptische Gefühle, aber nur dies stillt den Menschen das Bedürfnis nach einem modernem Heim.)

 

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(In diesem Kaff (ca 600'000 Einwohner) angekommen, fand ich keinerlei günstige Hotels: aber dafür hatte ich Glück und wurde von einem jungen Chinesen in Englisch angequatscht. Er lud mich zuerst zu einem Essen mit der Familie ein. Danach gingen wir in ein chinesisches Banyia. Das ist ein Bad auf der ersten Etage während in der zweiten alles geboten wird was junge Männer in Ruhe machen wollen: Rauchen, trinken, essen, eine billige Kunfushow sehen oder einfach nur Fernseh gucken. Dafür hat jeder eine eigenes Sofa. Zur Feier des Tages schenkte er mir gleich noch eine Fussreflexzonen Massage. Ich hab gehört im dritten Stock gibts dann noch Damen für tiefergehende Angebote. )

 

29.8.10

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(Am nächsten Tag stieg ich auf den gleichnamigen Berg bei der Stadt. Der Phönixberg. Der ist voller kleiner Tempel aus der Tang, Ming und Qing Dinastie. Als toller Schweizer lächelte ich zuerst müde über die grossen Hügel. Es verging mir aber der Spass als ich endlich oben ankam. Völlig verschwitzt und k.o. war ich froh um den Getränkestand den ich oben antraff. Das Wetter war enorm schwül und heiss.)

 

Hier einige Eindrücke:

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30 -31.8.10

Dandong:

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(Rechts im Bild: China. Links: Nordkorea)

 

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(Links sieht man die Hauptverbindung zwischen China und Norkorea. Ich beobachtete aber nur wenige Dutzend Camions die darüberfuhren. Rechts: Die alte Brücke ragt bis zur Mitte des Flusses und hört dort plötzlich auf. Sie wurde von den Amerikanern im Koreakrieg verbombt, als Zeichen wegen der Einmischung der Chinesen in den Krieg. Heute wurde sie zu einem ''Die Amerikaner sind doof'' Museum umgebaut.)

China erlitt unglaubliches während den letzten zweihundert Jahren. Zuerst hatten sie ein paar unfähige Kaiser, nachdem China während 4000 Jahren dem Rest der Welt immer voraus war, wurden sie dadurch an den Abgrund gedrängt. Als die Japaner dann anfiengen das Festland einzunehmen, nahmen sie keine Rücksicht auf die Menschen. Zum Teil wurden hunderte Chinesen (Inklusive Kinder und schwangere Frauen) einfach so in ein grosse Erdloch geschubst und lebendig begraben. Es gibt hunderte solcher Geschichten. Die Japaner waren wircklich nicht nett...)

 

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(Voila, da haben wir sie. Die Grosse. Die Maurerlobby im alten China war wohl extrem stark... Dieser Östlichste Teil ist zwar nur wiederaufgebaut, dafür genug weit weg von Beijing, sodass ich das Bauwerk so gut wie für mich alleine hatte. )

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(Hier hielten also chinesische Soldaten jahrhundertelang ausschau nach Feinden... )

 

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(In ALLEN Regionen die ich bereiste berichteten die Leute von ungewöhnlichem Wetter. Moskau brannte und hier gabs zuviel Niederschlag. Viele Gebiete standen unter Wasser. )

 

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(Nordkorea: Man sieht nur ein bisschen Industrie und ein paar militärische Gebäude. Manchmal auch Menschen, die sich im Fluss waschen. Gegen die Überschwemmung machte man hier nichts)

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(Die Antwort bei der chinesischen Seite war da klarer organisiert. Rund um die ganze Stadt baute man schon vor langer Zeit eine Mauer. Bei den Strassen rammte man riesige Metallpfeiler in den Boden und blockierte alles mit Holzbrettern. In der Mitte füllte man Sand hinein. Allgemein sind die Chinesen hochorganisiert und effektiv)

 

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(Links: Überall findet man solche Gamerparadiese. Hunderte der neusten Computer plus eine Bar voller Junkfood und Drinks. Für 30 Rappen die Stunde wird hier 24x7 gezockt. Rechts: Normale Strasse in Shenyang. ) 

 

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(Die Märkte sind unglaublich spannend.Neben den grössten Gemüsen die ich je gesehen habe, gabs auch den am vergammeltsten stinkenden Fischhaufen.)

1.9.10

Ich brach in Richtung Gushan auf. Dort fand ich einen Masseur, der meinen Rücken für 3 Franken während einer Stunde durchknetete... Chinesische Massage kann schmerzhaft sein, tat aber sehr gut...Zwar wars interessant in diesem Städtchen. Auch hätten sie nen Berg gehabt auf dem man einen tollen Ausblick auf das sonst flache Land gehabt hätte. Wegen dem schwülen Wetter sah man aber keinen Kilometer weit, weshalb ich schon am nächsten Tag nach Dalian aufbrach.

 

 

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(Das Land wurde flacher. Meist wurde Reis oder Mais angebaut. Dies auch in Klein- und Kleinstflächen. Beim Meer war eine Waatenregion. In grossen Gebieten werden durch Mauern die Ebbe und die Flut kontrolliert und Fischzucht betrieben.)

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2.9.10

Dalian:

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(Zwar hätte es nen Touristenturm gehabt, kostet aber viel Geld. Also suchte ich ein Hochhaus bei dem Gebaut wird. Die Arbeiter finden es lustig wenn ein Ausländer zu ihnen kommt, deshalb stört es sie auch nicht wenn ich zuoberst ein paar Fotos schiesse.)

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(Ich bekam keine Übernachtungsmöglichkeiten, da die günstigen Hotels keine Ausländer aufnehmen dürfen. Selbst als diese Chinesen mir halfen. Dafür luden sie mich zu einem originalen Fondue chinoise ein.)

 

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(Zwei sehr chinesische Sachen. Links: Facebook, Youtube, die Bilder von Wikipedia u.s.w. sind in China geblockt. Auch verlinkte Seiten sind gesperrt, was eine unglaubliche Kontrollarbeit sein muss. Es seien ganze Kompanien von Informatikern daran die Chinesen vor Wissen zu beschützen. Rechts: In einem unterirdischen Shopping Zenter gabs ne Veranstaltung, wobei die 8 Zuschauer mit ihren Plastikhänden im Takt der Musik ''mitklatschten''. Dies eine halbe Stunde lang. Ist einfach so. Macht halt Spass oder so.)

 

3.9.10

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(In Richtung Shanhaiguan war der Zug hoffnungslos überfüllt. Diese Männer machten es geschickt und klemmten sich eine Platte zwischen die Bierbäuche. Darauf spielten sie Karten...)

 

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(Shanhaiguan gefiel mir nicht so toll. Ausser dass ich wieder kaum Hotels fand, wars trotzdem extrem Touristisch: gefüllt mit Chinesen. Ausserdem störte mich, dass die Verwaltung 2006 die halbe Altstadt abriss, den Fehler anschliessend bemerkte, und stattdessen irgenwelche Fakehäuser wiederaufbaute. Die Stimmung gefiel mir nicht... Die Geschichte wäre allerdings interessant. Als Tor zu Nordostchina wurde hier die Grosse Mauer um einen grossen Post und Handelsposten herumgebaut. Gegen die Mandschurei musst das Herzland verteidigt werden...)

4.9.10

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(Gerettet wurde ich von diesen Leuten eines Hotel beim Meer. Ich wanderte die Nacht der Strasse entlang und klappterte die Hotels ab. Schliesslich landete ich bei ihnen. Sie gaben mir ein Superzimmer für wenige Geld und luden mich gleich noch zum Essen ein. Wieder einmal ass ich Viecher, von denen ich vorher nicht geahnt hätte, dass sie existieren. Rechts: Die Grosse Mauer trifft das Meer. Schlussendlich ist die auch nur irgendeine Touristenattraktion die nachgebaut wurde. Schön wars trotzdem. )

 

5.9.10

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(Und zum Schluss noch die absolut coolsten in den Provinzstädten: Die Coiffeure. Mit ihren aufgestylten und bunten Haaren und ihren geilen T-shirts sind sie ganz vorne bei der Stadtjugend. Man beachte den Spruch auf dem T-Shirt von dem Typen rechts. Auf Deutsch übersetzt: Schokolade und Kaffe sind alle besser Reich. Dieses Niveau von English ist hier übrigens Standart...)

 

Plan A: Ab nach Beijing...

 

Persönlich: Der Aufenthalt in Shanghaiguan war ein absoluter Tiefpunkt. Fast alles lief schief. Zum Glück traf ich am Schluss auf die netten Leute.

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30. August 2010 1 30 /08 /August /2010 21:55

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20- 23.8.10

Ich nahm es gemütlich und gewöhnte mich langsam an die Stadt. Nachdem ich die

Akademie des mongolischen National Gesangs und Tanzensembles - Akte mongolisches Teater- gesehen hatte gefiel mir auch die Stadt an sich gleich viel besser...

Hier einige Eindrücke:

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(Beatelsdenkmale sieht man überall in den Ex- Sovjetstaaten die ich besuchte.)

 

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(Normale Strasse in 'UB'.) 

 

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(Dank dem die Bauarbeten für ein neues Trottoir nicht voranschreiten, können die zwei Kinder in einem riesigen Sandkasten sändele...)

 

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24.8.10

Ich traf einen Israeli (Matam) der schon seit 5 Monaten in Asien umherreist. Wir entschieden u uns zusammen weiter zu gehen. Doch, zuerst trafen wir auf eine Mongolin, mit welcher wir in den riesigen Markthallen ein traditionelles Gewand kauften.

 

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(rechts: Bei einem Auto für 15 Leute, quetschen die locker 31 hinein.)

Wir gingen auf einen Nachtzug bis zur Grenze.

 

25.8.10

Die Grenzkontrolle verlief relativ flüssig. Spontan entschieden wir in die Mandschurei abzubiegen und wir genossen den Moment, als alle anderen einen Bus Richtung Bejing nahmen, während wir in den Osten nach Xilihot gingen.

 

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(Hmm, und die Nomaden überleben selbst hier mit ihren Tieren. Viel Staub, kaum Pflanzen...)

 

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(Unterwegs testete ich das übelste Klo EVER!!)

 

 

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(Wir landeten in dem Kaff Xilinhot. Nur ca. 200'000 Einwohner... Da Matam schon vorher in China war und die Preise kannte, durfte ich sein Verhandlungsgeschick bewundern. Dem Schweizer ist es ja nicht so geheuer wegen jedem Rappen ein riesen Theater zu veranstalten. Dank dem Kollegen übernachteten wir in einem traditionellen Hinterhofzimmer für einen Franken pro Person.!)

 

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(Als Strassenfassade werden grosse Blöcke gebaut. Dahinter leben die Menschen wie eh und je in kleinen eingeschossigen Häusern.)

 

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(Und immer wieder treffen wir auf extrem hilfsbereite Menschen. Wir werden eingeladen und beraten.)

Mit Bus und Autostopp gings weiter Richtung Tongliao. Unter anderem an den grössten Windenergieparks die ich jemals gesehen habe. Für uns Europäer hielt so gut wie jedes Auto an.

 

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(Sobald es im Sommer genug warm ist, werden alle Bänke und Stühle nach draussen gestellt und die Stadt wird zur grossen Grillparty!)

 

26.8.10

Wir trampten nach Shenyang. Und manchmal fühlt man einfach dass in diesem Land 1'400'000'000 Menschen leben!

 

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(China ist wohl die grösste Baustelle der Welt. Keine Strasse in welcher nicht renoviert oder neu gebaut wurd.)

 

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Wir hatten einige Mühe eine Unterkunft zu finden. Schlussendlich wurden wir von Harry -einem Studenten der lokalen Uni- zu sich eingeladen. Wir hatten ein paar sehr spannende Diskussionen. Er sprach frei von der Entwicklung und der Zukunft des Landes.

 

27.8.10

Der Botanische Garten war dann leider nur eine Ansammlung von nachgebauten chinesischen Klischeehäuschen.

 

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(links: Ein paar dutzend Spielbrücken               rechts: Als einzige Ausländer weit und breit

verleiten dazu, sehr nass zu werden.,                wird einem zugewunken und ein grosses

                                                                               Drumherum gemacht.                             Manchmal stehen sie sogar Schlange, um ein Erinnerungsfotto zu machen... Um einen Star zu sein, braucht man also nur nach China zu gehen!!)

 

Während den letzten Tagen wurde das Verhältnis zwischen mir und Matam schlechter. Wir wollten oder konnten uns nicht aneinander anpassen. Interessanterweise hatten wir die gleiche Vorstellung vom Reisen. Trotzdem funktionierten wir nicht miteinander. Ich entschied noch einen Tag in der Stadt zu bleiben, er reiste noch am Abend Richtung Bejing ab.

 

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(Harry war nicht nur ein grandioser Gastgeber, er war auch ein guter Koch. Hier am Gemüsemarkt.)

 

28.8.10

Power Touristentag:

 

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(Eingang in den Beilingpark im Norden.)

 

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(Nachdem der botanische Garten ein Fail war, gefiel es mir hier extrem gut. Nur wenige Touristen und ein Erholungspark mit ein paar Rentnern, die chinesische Turnübungen machten. Tiptop. Leider spielte das Wetter nicht so mit.)

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(Im innern des Parks befand sich der Grabkomplex des Huang Taiji (1592- 1643) China von der Bilderbuchseite)

Details:

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(Unter dem Hügel befindet sich ein Grabpalast der leider unzugänglich war.)

 

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(Die Paläste der Mandschukönige sind im gleichen Stil gebaut wie die verbotene Stadt in Bejing. Nachdem die Hauptstadt aber wechselte, zogen normale Leute in das Gebiet ein und bildeten die Altstadt. Übrigens wurde das Zeug vom Vater des Huang Taiji gebaut. Innert zwei Generationen bauten sie die wichtigsten historischen Gebäude der Stadt.)

 

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(Die sympatische Altstadt und das grosse Eingangstor wird von dem Neubau übertrumpft.)

 

Persönlich: Ich fand es sehr schade, dass es mit meinem Kollegen nicht funktioniert hat. Die paar ersten Tage zusammen erleichterten den Einstieg nach China aber enorm. Sobald man nähmlich das Land wechselt, muss man von 0 anfangen. Man weiss nicht was wievliel kostet und so weiter.Die netten und hilfsbereiten Chinesen machen das aber mehr als wett!

 

Plan A: Ich möchte an die Nordkoreanische Grenze gehen. Danach???

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28. August 2010 6 28 /08 /August /2010 14:59

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13.- 19.8.10

Obwohl alle auf und bereit waren am frühen Morgen, musste noch gepackt und bezahlt werden. Anschliessend fuhren wir VIELE km im Auto...

 

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(Links: Geier sind schon riesige Viecher.       Rechts: Mitten im Nirgendwo trafen wir auf                                                                                einen Handelsposten mit ein paar festen  

                                                                              Gebäuden.)

 

Meistens war die Landschaft einfach nur endlos und atemberaubend schön.

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(Wir übernachteten meistens bei Nomaden die sich für die Touristen eine oder zwei zusätzliche Yurte anschafften.)

 

Plumpsklotime:

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Auch was die Kamele von diesen Touristen halten fand ich heraus:

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Mit einem Typen der kurzfristig zu unserer Gruppe hinzugestossen ist, erklomm ich einen kleinen Berg.

 

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Andere Eindrücke und Viecher:

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(Wir erreichten das Camp an einem 25 meter hohen Wasserfall. Wir genossen das Bad im See, denn Duschen sind hier draussen sehr selten.)

 

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(Links: Wenn man einen Platz mag, schichtet man ein paar Steine oder Holz aufeinander und bestückt es mit farbigen Stoffen oder Geld. Jede Farbe hat dabei eine eigene Bedeutung. Rechts: Der bescheidene Erfolg beim Fischen verschaffte mir einen neuen Freund dem ich immer wieder begegnen werde.)

 

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(Die Reste der Fische schmiss ich in die Luft, sodass die Adler danach jagen konnten. Toll wars ihnen dabei zuzusehen!)

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Wir starteten darauf hin auf eine zweitätige Reittour in entlegene Täler. Es dauerte einen Moment bis die 10 Touristen und die 3 Begleiter alles bepackt und die Pferde gesattelt hatten.

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(Wir verbrachten einen tollen Abend am Lagerfeuer. Eine alter mongolischer Begleiter hatte ein paar alte Lieder der Region auf Lager, welche uns definitif in eine andere Welt wiegelten.)

 

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(Eines der schlechten Beispiele: Dieser Fluss ist von einer Goldmine, 50 km entfernt, so vergiftet, dass alle davon abrieten das Wasser zu berühren. Der Hunger nach Rohstoffen ist gross. Die Mongolei ist arm. Russen, Europäer und vorallem Chinesen probieren sich möglichst viele Rohstoffe zu sichern.)

 

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(Zurück im Camp traf ich auf meinen Freund beim Spielen mit dem kleinen Bruder. Diesmal mit traditionellen Kleidern.)

 

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(Heute gibts was besonderes zum Abendessen. Zu diesem Zweck trieben die zwei Jungs der Nachbarn ein kleine Herde zusammen. Die zwei waren schnell. Sehr schnell. Und man beachte: während die 10 Touristen nach reiten MIT Sattel kaum mehr gehen konnten, brauchen die Buben gar nichts. Wahrscheindlich trainieren sie für das Nadaam Festival indem schon ca. 4-6 Jährige um ihre Ehre kämpfen indem sie Pferderennen von 20 km bestreiten. Die Erwachsenen vergleichen sich derweil beim Schwingen oder Pfeilbogenschiessen.)

 

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(Der Ziege wurde der Bauch aufgeschnitten und der Metzger durchtrennte mit seiner Hand beim Herz die Hauptschlagadern im Innern des Tiers. Dies geschah innert Sekunden. Ich assistierte ihm dabei.

Dieses Erlebniss beschäftigte mich sehr stark. Die Touristen standen, lachten und scherzten um das sterbende Tier. Man meckerte sogar über die Nomaden und der Duft des Tiers, welcher bei allen Helfern vorkam.

Als ich später mit dem Metzger sprach, realisierte ich, dass es ihm nicht leicht fiel zu töten. Ein Tier zu erledigen ist kein Spass sondern Notwendigkeit. Hier draussen gedeihen keinerlei Gemüse oder Korn. Die Leute haben nur Steppe und Tiere. Ich persönlich habe kein Problem ein Tier umzubringen und auszunehmen solange man es nachher isst. Auf jedenfall ist das direkter und natürlicher als die Massenproduktion die bei uns üblich ist.

Der Unterschied zwischen deren Alltag und dem Ausflug der Touris hätte nicht grösser sein können. Während sie einen langen Winter bei Minus 20 bis 50 Grad in einer Yurt verbringen, muss für die Touristen sogar im Hochsommer tonnenweise Holz hergeschafft werden, damit sie in der Nacht genug warm haben...)

 

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(Tadaa, Tava beim spielen auf dem Pferd...)

 

Auf dem Rückweg kamen wir an der ehemaligen Hauptstadt zu Zeiten Genghis Kahns vorbei und besuchten das Kloster von Edene Zuu.

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(Die Tempel sind umgeben von einer 400 mal 400m grossen Mauer. )

 

Ein bisschen Geschichte: 

Für den Buddhismus in der Mongolei war der Einfluss von Tibet sehr wichtig. Der 4. Dalai Lama war Mongole. Aber der 5. -ein Tibeter- war richtig wichtig für das Steppenland. Von ihm sieht man viele Bilder und Zeichnungen. Früher standen in Erdene Zuu fast 70 Gebäude. Die Kommunsten zerstörten JEDES davon. Man baute daraufhin 18 Gebäude wieder auf. Es ist brutal wie krass die Sozialisten hier durchgriffen. Während in Russland Gebäude oft gerettet wurden, weil man sie in Lagerhallen oder Museum umwandelte, blieb hier kein Stein auf dem anderen.

 

Ein bisschen Religion:

Götter sind hässliche Monster. Oft haben sie ein drittes Auge mit welchem sie sogar in die Zukunft sehen können. Sie haben die Macht die schlechten Menschen zu bestrafen, was man dadurch darstellt, dass der Gott ein bisschen auf Körpern herumtrampelt.

Buddhas sind Abbildungen von Menschen die einmal gelebt haben. Sie sehen zwar fast gleich aus, oft ist aber jeder Buddha einem anderen Lehrer des Buddhismus geweiht. In den gesehenen Tempeln sind es oft drei Statuen: Eine für die Zukunft, einmal für die Gegenwart und zum Schluss einmal für die Zukuft.

 

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(Aussichtspunkt mit der ehemaligen Hauptstadt und rechts mit dem Kloster.)

 

Impressionen Rückweg:

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(Das ganze Jahr hindurch spielen die Kinder draussen und mit den Tieren. Ich glaube die sind so gut wie nie krank...)

 

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(Wie haben dies geschafft die Tiere da drauf zu bringen!?!)

 

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(Es wurde still unter den Touristen. Wir stecken wieder im 24 stündigen Verkehrschaos von Ulanbaatar. Hier wurde übrigens aus einer zweispurigen Strasse eine vierspurige... Wieso sollte man das Trottoir und den Vorgarten nicht auch als Strasse benutzen?)

 

Persönlich: Ich fühle mich fitt und erholt nach dieser Woche in einer Gruppe.

 

Plan A: Ab durch die Gobi in Richtung China!!

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20. August 2010 5 20 /08 /August /2010 08:47

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(Baikal)

 

8.8.10

Irkutsk zu Fuss. Nachdem sonst in Russland nur wenige Ausländer anzutreffen waren, ist in Irkutsk die Hölle los. LonelyPlanet überall!!!

9.8.10

Ich fuhr in einem Geimeinschaftstaxi bis nach Lyudvianka und genoss den Baikalsee bevor ich mit einer Fähre nach Portbaikal ging.

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(Slowfood: Sie picken die Kerne aus den Tannzapfen um das nussige Innere zu essen. Dauert ne Ewigkeit, bis man was im Mund hat)

Mit den Russen die ich auf dem Schiff traff, verbrachte ich 2 wahnsinns Tage.

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10.8.10

Es war ne kurze Nacht in Portbaikal, da der Zug um 2 Uhr startete.

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(Mitten in der Nacht kamen von überallher Wanderer und Tramper. Leute die viel Geld haben, können sich den Touristenzug am Tag leisten. Die normalen Leute geniessen den Sonnenaufgang im Bummler der im Nirgendwo startet... Nachdem ich in den russischen Städten kaum Backpacker getroffen habe, waren sie hier plötzlich überall. Allerdings nur aus Russland und Osteuropa. Westler habe ich keinen getroffen.)

 

Baikal: Der See ist der älteste und tiefste Süsswassersee der Welt. Asien spaltet sich an dieser Stelle seit 25 Millionen Jahren. Irgendwann wird daraus ein neues Meer entstehen. Er fasst ein Fünftel des Süsswasservorkommens der Welt. Das heisst selbst wenn man alle grossen Seen zwischen USA und Kanada zusammenfasst, kommt man nicht auf das Volumen des Baikalsees. An seinen Ufern liegen wichtige spirituelle Punkte für die Schamanen der Buryat- Minderheit. In vielen russischen Liedern wird die Sehnsucht nach der Perle Sibiriens besungen.

Später trennten wir uns dann in Slyudianka.

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(Tja, die Müdigkeit sieht man uns wohl an...)

Impressionen auf dem Weg:

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Ich wollte ein bisschen weiterkommen. Leider war dann in Baikalsk fertig. Keine Busse fuhren mehr und die Züge starten alle früh im morgen. Nach langem hin und her war ich froh ein günstiges Hostel zu finden...

 

Impressionen in Baikalsk:

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11.8.10

Weniger pompös als in den Städten gehts hir zu und her. Der Bahnhof erkennt man an der Menschenmenge die sich am Bahngleis ansammelt.

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(oben. Solange man dem Baikal entlangfuhr war die Landschaft typisch sibirisch. unten. Sobald man aber Richtung Süden nach Ulan Ude abbog, verschwanden langsam die Bäume und es wurde trockener. Ulan Ude heisst übrigens Rote Uda und ist die Hauptstadt von Burjatien  link  )

 

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Ulan Ude gefiel mir gut. Es ist die asiatischste Stadt in Russland, weshalb sogar der Leninkopf asiatische Züge habe. Selber kann ichs nicht genau beobachten. Schliesslich sind die Leninstatuen oft ein bisschen verschieden. Es war wohl weniger wichtig WIE sondern, DASS eine Leninstatue an jeder Ecke steht...

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(Hmm, nen goldenen Lenin hatten wir bis jetzt noch nie! unten: der grösste Leninkopf der Welt ist das Wahrzeichen der Stadt. )

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(Ausser dem Leninkopf fiel mir auf, dass vieles eleganter und feiner ist als im restlichen Russland.)

 

12.8.10

Früh aufzustehen lohnte sich nicht. Der Zug war schlecht angeschrieben und nach langer vergeblicher Suche, fuhr mein Zug ohne mich ab...Ich war zwar am richtigen Ort. Aber nur die drei ersten Wagons fuhren weiter. Der Rest des Zuges blieb mit mir in Ulan Ude. Ich wechselte den Plan da ich vorwärts machen wollte. Schliesslich lief mein Visa aus. Zum Glück hatte ich ein bisschen Reserve eingeplant. Ich lief aus dem Bahnhof und organisierte mir ein Gemeinschaftstaxi. So hüpfte ich von Dorf zu Dorf bis ich an der mongolischn Grenze war.

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(Diese Menschen- Sardinenbüchsen heissen in Russland Marschrutky und sind die günstigste Möglichkeit um ein bisschen herumzukommen...)

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(Diese Grenzdörfer hatten auch schon bessere Tage. Als die Transmongolische Bahn noch nicht fertiggestellt war, kam ein Kamelkaravan nach dem anderen. Heute ist da tote Hose. oben: Dieser Kirchenruine wurde aber eher die Sovjetzeit zum Verhängniss. unten: Weitere Impressionen:)

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(rechts: Taxi ist hier jedes Fahrzeug. Einfach mit der Hand herumwedeln während man an der Strasse steht...)

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( et voila: die Grenze. Sie ist so organisiert: Eine überschminkte junge hübsche Russin auf Highheels wedelt entnevt herum. zu Fuss darf man nicht rüber, weshalb spezielle Taxifahrer die Leute über die Grenze fahren. Jedes Auto wird einzeln durch mehrere Sperren geschleust. Das Wetter war sehr wechselhaft. Zwischendurch gabs sogar Gewitter. Ich schaute nochmals zurück... Russland war der Hammer. Ich hatte kaum richtige Probleme und wurde weder beraubt noch blöd angemacht. Oft wurde ich angequatscht, mir wurden Tickets gekauft und sogleich geschenkt. Auch wird mir Russland als sehr sauberes Land in Erinnerung bleiben. Abfall aus dem Fenster zu schmeissen ist extrem unanständig. Auch gibts da so gut wie kein Vandalismus oder hässlich verspayte Wände. In der Mongolei werde ich mein erlerntes Russisch nicht mehr gebrauchen können. Das Ticketkaufen wird ab jetzt schwieriger... Dafür gibts  keinen russischen Techno von füh morgens bis spät abends...) 

 

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(Hier der Beweiss: Mongolinnen sind nicht Russinen. Eher fotoscheu und bescheiden. Russinen hätten sich hier sofort in jenste Posen geworfen...)

 

Ich traf die Franzosen von Jekatarinenburg wieder in Suukbataar an - der ersten mongolischen Stadt nach der Grenze - Da ich mit den kleinen Taxis schneller war, als mit dem Zug, den ich verpasst habe, stand dieser noch in Suukbataar als ich da ankam. Ich freute mich also schon, dass ich schneller in Ulanbataar sein würde als die französischen Kollegen. Zu früh gefreut. Dank der Passkontrolle standen meine 3 Wagons noch 2 Stunden an Ort und Stelle während die anderen zu einem fünftel meines Ticketpreises einen Platz in einem Wagon ergatterten die bei unseren hinten drangehängt wurden.

 

13.8.10

Das ankommen in Ulanbaatar - der rote Held - gleichte einem bösen Erwachen. Es regnete in Strömen, aber die Stadt hat so gut wie keine Kanalisation. Die Strassen verschwanden also unter den Wassermassen. Wir stapsten zu sechst umher und suchten das Hostel, das sie sich vorher organisiert hatten. Dank meinen Militärstiefeln, durfte ich sogar Christopherus spielen (der heilige Christpherus wird oft dargestellt, dass er das Jesuskind auf den Schultern über einen Fluss trägt)  und die Franzosen übers Wasser tragen.)

Ulanbaatar überraschte mich. Es ist die hässlichste Stadt die ich je gesehen habe. Es gibt kaum Trottoirs sondern meistens nur einen Schlammweg. Hier werden die Rettungstruppen wohl bald einen Einsatz haben, denn obwohl in einem Erdbebengebiet, sehen die Gebäude unstabil und improvisiert aus und von früh morgens bis spät abends besteht der Verkehr aus Stau. Sehr froh waren wir darum, als wir im gemütlichen Gasthaus ankamen.

Erste Impressionen:

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(Das Gebäude rechts war als Zeichen des Aufbruchs gedacht. Leider baute man ohne Bodenanalyse. Deshalb sei das Gebäude zwar von super Qualität und Design, aber es stehe leer und sei abgesperrt wegen Einsturtzgefahr. Man merkt, dass die Leute es sich nicht wircklich gewohnt sind, feste Siedlungen zu bauen. Ulanbaater ist ja auch die einzige richtige Stadt. Von den 2.7 Millionen Mongolen leben 2 Drittel noch als Nomaden auf dem Land.)

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(oben links: Parlamentsgebäude. Obwohl die Mongolen eingequetscht sind zwischen China und Russland, wurde die Mongolei eine gut funktionierende Demokratie. Die beobachteten Wahlen verliefen meist korrekt.)

 

Weiter Eindrücke vom Zentrum:

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(links: Der gelbe Blindenstreiffen wie wir ihn bei uns kennen, führt in einen Strassengraben. Und mitten im Trottoir ist ein geöfneter Giullideckel. Allgemein ist alles gebastelt und nicht zu Ende gedacht. Die Stadtflucht in der Mongolei ist enorm und die Städteplaner blicken schon eine Weile nicht mehr durch. rechts: Wenn Touristen mit einem Berg an Banknoten ins Restaurant kommen ist dies absolut normal. Die kleinste Note ist in der Schweiz weniger Wert als ein Rappen. Wenn also ein Menu so 3 Franken kostet, kommt einiges an Papier zusammen...)

 

Die Franzosen und ich trafen uns später wieder, um mit Idre eine Tour in die Steppe abzumachen. In einer Zehnergruppe werden wir durch den Westen reisen. Ich freute mich, wieder für eine Weile in einer Gruppe zu reisen. Auch, dass alles organisiert sein würde erlaubte mir zu relaxen.)

 

Persönlich: Mir ist wichtiger ein bischen zu entspannen als viele km zu machen. Die letzten drei Monate waren Action.

 

Plan A: Geführte Touritour ins Land des blauen Himmels. Nichts organisieren, nichts arbeiten, alles übersetzt... sogar Grossmutti könnte mitkommen!

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9. August 2010 1 09 /08 /August /2010 00:14

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(Hochzeit ist ne ganz grosse Sache in Russia. Hier fand ich heraus, wars leider nur ein Fotoshooting oder so. Spass zum zuschaun wars trotzdem...)

 

1.8.10

1. August...

Langam wirds kühler gegen Osten. Das Zugfahren war richtig angenehm.

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Es wurde mir schnell klar, dass es schwierig sein würde ein anständiges bezahlbares Hostel in Jekatarinenburg zu finden. Das meiste, was sich in Russland Hotel nennt sind alte Sovjetblocks mit renovierter Fassade und versüssten Preisen. Bedienung und Insektenmitbewohner sind dafür immer noch gleich wie vor 20 Jahren. Allgemein habe ich Russland unterschätzt was die Preise angeht. Wenn man weiss wo, kann man günstig leben. Gerade die Züge sind viel billiger. Aber sonst... Ausser Lebensmitteln ist alles nahezu gleich teuer wie in der Schweiz. Nur ist die Qualität und die Aktualität zu Hause viel besser. Moskau ist sogar viel teurer. Wenn man da ein T-shirt unter 30-40 Franken findet hatte man Glück.Wohnen ist in Moskau unbezahlbar.

Ich verbrauchte den ganzen Tag, um eine Unterkunft zu finden.

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(Vor die Hunde ging ich nicht. Ich fand trotzdem was gemütliches. Übrigens liegen hier oft auch Alkoholiker neben den Strassenköter... Vodka lässt grüssen. Es soll ja so deftig sein mit dem Alkoholkonsum der Jungs, dass es viel mehr Frauen als Männer gibt. Auch geht die Bevölkerung in RUS extrem zurück. Von 160 Millionen auf Heute 140 Millionen oder so was in der Art...)

Es war eine der Bed and Breakfest Wohnungen welche ich fand. Von aussen ist nichts angeschrieben und wenn der Bewohner nicht da ist... tja. Pech gehabt. Man kann zwar vorreservieren, ist dann aber extrem gebunden. Ich wurde schon oft eingeladen oder wollte schneller weiter...

Allgemein gefiel mir Jekaterinenburg nicht so wahnsinnig. Aufgefallen sind mir die Unterschiede zwischen Städten Russlands. Die Leute und das Gesicht jeder Stadt ist völlig anders.-Wenn man von den Sovjetblöcken absieht.-

Erste Impressionen Jekaterinenburg:

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(Richtig fettes Taksi und richtig fette Werbung)

Allgemein wars aber ein ziemlich verhunzter Nationalfeiertag... Aber das holen wir noch nach!

 

2.8.10

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(l. Nur Werbung machts schöner. r. Einer der höchsten unvollendeten Bauwerke: link )

 

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(Museum über die Transsibierische)

 

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(Wo heute diese Kirche gebaut wurde, wurden die Familie um den letzten Zar umgebrach. Ein Russe meinte in einer Diskussion, dass dies eine grosse Schmach sei. Nicht DASS sondern WIE es geschehen ist. Die Familie wurde gekillt. Danach wirds immer makabrer. Zuerst wurden sie nackt in eine alte Mine geschmissen. Die Kleider verbrannt. Schon am nächsten Tag wollten man sie verbrennen da die Mine unstabil war. Als die Vollstrecker bemerkten, dass dies Tage dauert, bis alles sauber in Luft aufgeht, machte man die Gesichter mit Säure unkenntlich. Anschliessend verscharrten die Bolschewiken die Familie im Wald, fuhren ein bisschen mit dem Lastwagen drauf rum, und bauten eine Waldbefestigung darauf. Später entdeckte man das ganze weil an dem Ort die Leichen nur schlecht verwesten und viele Überreste gefunden wurden, und man verlegte die Familie zu ihren Bekannten in die St.Peter und Paul -Kathedrale nach St.Petersburg. Übrigens fand man mittels DNA heraus, dass nicht Anastasia verschwunden ist, sondern irgend ne Schwester. Anastasias DNA fand man bei der Familie)

 

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(ÖV wird vorallem von Frauen gefahren. r. Wenn man sucht, findet man alte hübsche Holzhäuser inmitten der Betonblöcke)

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(Bahnhof)

 

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(Andschielina dscholi! Mit Ihrem neuen Film SOLT ab dem 29. Iiulia im Kino!)

 

 

So, für alle Russland- Newbies stelle ich mal ein paar Infos in Sachen Geld und Benehmen zusammen:

1. Als Ausländer bezahlst du immer das doppelte bis das dreifache. Wenn die Verkäuferin am Markt lange überlegt, haut sie dir sogar den vierfachen Preis drauf -also hau ab so lange du kannst... 

2. Wenn die Kuh an der Reseption böse schaut ist alles ok. Wenn sie grunzt ist alles Tiptop. Wenn sie lächelt hast du wieder zuviel bezahlt...

3. Nehme nie ein Taxi, finde immer zuerst einen Russen der für dich verhandelt!

4. Wenn die jemand etwas anbietet, solltest du es annehmen, alles andere ist sehr unhöflich! Das heisst in einem guten Ausgang nukkelst du alle 2 Minuten an einem neuen Bier (Miammiam)

5. Wenn sich erwachsene Männer in der Lobby des Hotels streiten (Vodka lässt grüssen) hole nicht die Security. Die fangen sonst auch noch an durcheinander zu prügeln.

‎6. Wenn draussen 24 Stunden geöffnet steht, dann ist nicht unbedinngt 24 Stunden geöffnet.
7. Ziehe möglichst hohe Stiefeln in der Stadt an, die Flipflops nimmt man wenn man in die Berge geht.
8. Wenn ein Russe ein Foto von seiner Freundin ...macht, dauert das mindestens 2 Stunden. Schliesslich rekelt sie sich in allen möglichen Positionen während er jede Sekunde ablichtet um zu zeigen wie wahnsinnig toll sie ist.

9. Englisch? Pha, was ist dass denn? Etwas zum essen?
10. WC putzen heisst: Ein paar Hektoliter Chlor oder Desinfektionsmittel herumspritzen und dann das gröbste wieder aufwischen.
11. Gehe nur in der Herde über die Strasse: Die Wahrscheindlichkeit dass es DICH erwischt ist kleiner! 

12. Anstehen für Zugstickets tut man irgenwie. Allgemein gibts keine Schlangen sondern nur ein Gewusel von Leuten. Irgendwie weiss dann jeder wer schon vorher und wer erst nachher angestanden ist.

13. Wenn man an den Schalter kommt, macht die Kassierin sicher sofort 20 Minuten Pause. OHNE DISKUSSION!

14. Die Russen sind das freundlichste Volk dieser Erde. Mann muss aber zuerst ein ziemlich dickes Eis brechen: Zum Beispiel mit: Vodka, Bier, Familienfotto, Russischsprechenprobieren...

15. Keine Ahnung wieso, aber in den engen Bussen, sitz man immer dahin, wo man die anderen beim Einsteigen am meisten behindert.

16. Im Ausgang geben die Frauen den Männern einen aus.

17. Das Steuerrad haben ein paar Autos links, ein paar rechts und ein paar haben gar keins. Aber wenn der Fahrer mit 100 km/h durch die Stadt brettert wird er wohl wissen was er da tut!

 

 

 

3-4.8.10

Zug nach Krasnojarsk

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(Oje, Baby im Abteil. -Kein Schlaf-Viel Geschrei- Alle schauten düster, ER fands lustig. War dann aber doch nicht so schlimm...)

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(Impressionen Novosibirsk: Ich blieb nur für eine ''Zugspause'' und fuhr dann weiter. Diese Stadt entstand NUR wegen der Transsibirischen Eisenbahn. Vorher war da nix.)

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(Der Bahnhof wird oft als Palast beschrieben.)

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(Abschiedsdenkmal. Von dieser Station aus verliessen viele junge Männer die Familien und wurden sofort an die Grenze gebracht. Der Zweite Weltkrieg hinterlies tiefe Wunden im Bewusstsein der Leute. Zwar wird der Grosse Sieg immer wieder gefeiert, aber schlecht ausgerüstet wie sie waren, bezahlten die Leute einen Hohen Preis: Am meisten gefallene Soldaten. Russland wurde angegriffen, hatte also keine Wahl... Zwar wird die Schweiz als Qualitätsland angesehen und so weiter und so fort. Ich habe aber auch schon gehört, dass das neutrale Land eingendlich die 'Hure' von Europa sei und alles mit sich machen liess, dabei aber nichts gegen die Nazis taten.)

 

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(Da kannst schon passieren, dass man ein paar Kilometer an EINEM Haus vorbeifährt...)

 

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(l. Der kleine Mann zu meiner Linken räkelte sich gemütlich in seinem Bett im Schlaf, während ich von oben eifersüchtig herunterschaute und eingeklemmt kein Auge zutat. Zu meiner Rechten: Die Provodnitsa: Der absolute Herrscher im Wagon. Sie schaut das alles funktionier, sagt wenn du aussteigen darfst und wann nicht. Sie kann dich rausschmeissen und weckt die Fahrgäste, dass die nicht verpennen. Wenn du SIE als Feind hast: Hast du verloren! Ausserdem halten sie alles sauber. Das heisst heisst immer wieder Boden putzen und bei jedem Bahnhof wird zuerst die Klinke geputzt bevor der Gast aussteigt)

 

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(Sovjetsouveniers)

 

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(Wir wollen gar nicht wissen was die Frau im Klo 30 Minuten lang macht! Aber dafür haben wir jetzt die saubersten Zähne östlich des Urals!)

 

5.8.10

Um Mitternacht auf den 5ten kam ich in Krasnojarsk an. Es regnete, war beschissen kalt und die Stadt war tot. Hotels fand ich keine vernünftigen und das Internetzenter war ne Baustelle.

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Ich fand in einem Hinterhof, an einem Ort wo kein Tourist hingehen würde, eine Bar mit ein paar angetrunkenen Jugendlichen. SELBSTVERSTÄNDLICH wird der Touri eingeführt in eine hochzelebrierten Sache: Sich mit Vodka besaufen.Es wurde eine sehr lustige Nacht.

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(Vielleicht ein bisschen ZU lustig?)

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(Eine Ode an die Strassenputzerinnen: Keine Ahnung wieso die das so heroisch tun, aber die sind in Russland einzigartig. Jedes kleinste Papierchen wird aufgelesen und entsorgt. Während einem Nickerchen um auf den Morgen zu warten liefen zwei bis drei an mir vorbei. Ausserdem 2 alte Demonstrationswasserwerfer, mit denen alles abgespritz wird. -clever, so erreicht man auch die Stellen unter den geparkten Autos- So sind die Strassen Russlands wohl mindestens so sauber wie dei in der Schweiz. )

 

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(Obwohl noch ein bisschen beduselt, bemerkte ich den eigenen Charm von Krasnojarsk. Im Unterschied zu Jekaterinenburg oder Novosibirsk, welche nur für die Rohstoffe am Ural oder die Eroberung von Sibirien gebaut wurden) 

 

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(Viele Omas verkaufen ihr Gartengemüse, da die Renten sehr knapp sind. r. Die Minikapelle auf dem Hügel ist das Wahrzeichen der Stadt und ist sogar auf dem 10 Rubelschein abgebildet. )

 

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(Der Hügel stellte sich als kleiner Berg heraus, deshalb testete ich die Geländegängigkeit meiner Flipflops. Da hats die Lady da besser. Sie trägt an jedem Schuh ein Spitz! Übrigens sieht man nur wenige Frauen OHNE High Heels.)

 

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(Auch Krasnojarsk hat sein unvollendetes Bauwerk: Selbstverständlich mit dem Baukran obendrauf.)

 

6.8.10

Zug

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(Unmengen an Kohle und andere Rohstoffe werden via Bahn aus Sibirien transportiert. Jemand erzählte mir, dass die Situation schwierig sei, da sich China und Europa ganze Gebiete kaufen. Gerade in Asien ist der Rohstoffapetit sehr gross)

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(In der Transsib reist man nicht: Man lebt. In diesem Wagon betete ein Muslim während eine Christin aus der Bibel las.)

 

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7.8.10

Irkutsk:

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(Man sagt sich, Stalin hab in einer seiner schlechten Laune eine der schönsten Kirchen Russlands zerstören lassen. Dafür baute man dann diesen wundervollen Block für die Administration ins Zentrum der Stadt!)

 

Die Geschichte der Dekabristen und deren Frauen war sehr spannend: link Sie wollten sowas wie in England. Dass die Monarchie was von ihrer Macht abgibt. Daraufhin wurden sie nach Sibirien verbannt...)

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(AHH, Jetzt wissen alle wieso alle Frauen High Heels tragen. Wenn sie auf den Fersen gehen, kommen sie sogar trocken aus dem Haus!!)

 

Persönlich: Ich glaube die Distanz realisiere ich noch nicht so. Die Russen empfinde ich als sehr Europäissch. Leider traf ich nicht so oft auf andere Backpacker. Ausser Irkutsk ist die Gegend ist nicht so touristisch wie ich gedacht hätte.

 

Plan A: Lets go to lake Baikal!!! Ausserdem ist die Mongolei ja so nah!!!

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31. Juli 2010 6 31 /07 /Juli /2010 14:26

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24.7.10

Nach einem guten Start im Zug hatte ich viel zu tun, um mit Händen und Füssen den Russen beizubringen, wieso viele Männer zuhause in der Schweiz ein Gewehr haben. Es waren angenehme Leute. Super bei den unangenehmen Temperaturen. Während der Fahrt sahen wir aus der Ferne einzelne Rauchschwaden... da braut sich wohl was zusammen...

Und wieder trank niemand Vodka: Kühles Bier ist hoch angesagt...

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(Bei den Verkäuferinnen auf den Zwischenhalten bekommt man regionale Spezialitäten. Hausgemacht und Ofenfrisch.)

 

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(Solche Nokia-Ericsson-Lautsprecher-Fernseher aus chinesischer Fabrikation sind sehr beliebt)

 

25.7.10

Die Passagiere wechselten ein bischen sonst geschah kaum was. Als wir in Sotschi ankamen fand ich nicht sofort eine günstige Unterkunft... Mich trieben die Tips der Einwohner immer weiter in den Süden, bis ich mit einem Fuss schon fast in Georgiern landete. In Adler wurde ich dann aber doch noch fündig... Da alles andere ausgebucht war, buchte ich ein richtiges Hotel!!! Wahnsinns Einzelzimmer. Und draussen ein Pool. Als ich auftauchte wurde ich sofort in eine Gruppe feiernder Russen integriert. Der Abend fand seinen Lauf, mit lauter Technomusik und diesmal Vodka...

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(l. Bahnhof oder Palast des Volkes. r. Vergangenheit oder Vanilleeis...)

 

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(Das ist Sochi: Der Ferientraum eines jeden Russen. Wenn man davon spricht, bekommen's glühende sehnsüchtige Augen und fangen an zu schwärmen.)

 

26.7.10

Ich genoss Sotschi und grillierte mich am Strand. (Es gibt kein anderes Wort dafür...)

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(übrigens sind die Berge von Abchasien und Georgien beliebte Ausflugsziele der Russen. Dafür reichte meine Zeit leider nicht. Aber dafür für ein geräucherten Fisch und regionales Bier.)

 

 

27.7.10

Ich probierte am morgen zu joggen: Nach 300 Metern und dem 10ten Schweissausbruch stapste ich zurück und schmiss mich erst mal in den kühlen Pool. Heute ist neuer Hitzerekord meiner Reise...

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(Letzter Abend im Hotel. Auf die Olympischen Spiele 2014 freuen sich alle. Auch die Hotelbesitzer. Wahrscheindlich ist es diesen Sommer die letzte Möglichkeit um an bezahlbare Hotels zu kommen.)

 

28.7.10

Russland brennt. Es ist überall in den News und im Radio. Ich hoffe meine Bahnlinien werden nicht betroffen sein...

Nach dem Auschecken erfuhr ich, dass die ganze Strecke von Adler bis Sotschi Stau ist. Also würde die Reise zu meinem Abfahrtsbahnhof für Kazan dreimal soviel Zeit brauchen wie geplant. Ich schnappte mir ein Insidertaxi und bezahlte eine horrende Summe. (Die Einheimischen sagten der sei gut und könne fliegen...)

Tja....tatsächlich......er flog.

Hupend und mit Unfallblinker chauffierte er mich durch Baustellen und Trottoir. Rotlich ist egal, Polizei auch. Ich war der König von Abchasien der wichtiger ist als jedes Gesetz... Er fuhr so waghalsig, dass ich mich angurten musste. Der Fahrer bemerkte es und lachte mich aus. Jaja, die blöden Europäer können ja die Polizei nicht bestechen.

Während er auf der Gegenspur den Stau überholte, telephonierte er und winkte anderen Taxis... Und tatsächlich. Dank dem kranken Typen gelang ich rechtzeitig auf den Zug. Nur eine Minute Später fuhr der Zug ab...

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(Vieles in Sotchi ist Baustelle: Die ganze Infrastruktur wird überholt. Hotels und Strassen saniert. )

 

29.7.10

Tadamm, Tadamm, Tadamm, Tadamm Tadamm, Tadamm, Tadamm, Tadamm. 2 Tage Zug. Tadamm, Tadamm, Tadamm, Tadamm 40°C im Abteil Tadamm, Tadamm, Tadamm, Tadamm

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(Nur noch Wasser bis Istanbul oder Iran...)

 

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(Typisches Essen im Zug. Viele nennen das Zugssystem von Russland das längste Picknick der Welt)

 

30.7.10

Ich kam mit der Familie in meinem Abteil in Gespräch. Das sind doch tatsächlich ein paar dieser Tartaren  link. Hab ich erst bemerkt, als sich eine der Töchter ein Goldener Halbmond um den Hals legte...

Sie brachten mir ein paar Worte ihrer Sprache bei:

Hallo = Isanmesez

Tschüss = Saubolochas

Super = Jaksche

Ja = Eie

Nein = Juk

Sie erzählten mir, dass in Kazan etwa die Hälfte der Bevölkerung Tartaren seinen. In der Schule sprechen und lernen sie beides. Russisch und Tartarisch. Sie meinten normalerweise spreche man aber auf der Strasse der Stadt Russisch. Tartarisch gilt ein bisschen als Hinterwäldlersprache die man draussen in kleinen Dörfer spricht...

(Volgograd:)

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(l. Fernsehturm. r. Siegesfigürchen. -Die wissen Prioritäten zu setzen- )

 

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(Langsam nimmt die Hitze unweltliche Dimensionen an. Beim weiterfahren entdeckten wir die ersten Waldbrände. Ausserdem fackelte mal ein Dorf wo sie noch mit Wassereimer umherrannten...)

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(r. Patentiertes Frischluftsystem)

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In Kazan angekommen fand ich schnell ein günstiges Hotel. Mit der Standartbedienung: Man wird angefaucht und umhergeschickt und IMMER böse angeschaut. Falls man freundlich bedient wird: Hat man VIEL zu viel bezahlt... Es ist höflich und cool keine Emotionen zu zeigen...)

Trotzdem gefiel mir Kazan sehr schnell. Alles ist zu Fuss zu erreichen, die Stadt hat aber viel zu bieten. Historisch wie von den Leuten aus.

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(Die Moschee die vorher im Kremlin stand wurde von den Russen bei der Eroberung 1500+ irgenwas zerstört und darauf eine Kirche gebaut. Ironischerweise wird diese heute von der neu gebauten Moschee in den Schatten gestellt. Nach dem Typen unten ist die Moschee genannt: Kul-Il-Scharif. Und genau wegen dieser Eroberung von Tatarstan wurde auch die Basilikakathedrale beim Roten Platz gebaut Siehe: Von Helsinki nach Moskau  War auch nicht unwichtig. Schliesslich öffnete Russland diese Eroberung den Weg bis weit in den Osten.)

 

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(Im Hintergrund der Sujumbiketurm. Das Teil wurde vom Russen gebaut der um die Hand der letzten Herrscherin von Kazan bat. Als er fertig war, stürtzte sie sich hinunter... link  )

 

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(l. Die rechte Fahne ist die von Tartarstan)

 

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(Supersache: Weg von Touristenströmen genoss ich die authentischen Sehenswürdigkeiten.)

 

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(Sonst sind sie ja sehr europäisch im Fernsehen. Es läuft vorallem Euronews und Eurosport. Heute entdeckte ich diese süssen Dinger, die im Pfadicamp fleissig Maschinengewehre zusammen und auseinanderbauten.)

 

31.7.10

Ich wäre wahrscheindlich noch ein Tag geblieben, hätte ich nicht mein Ticket nach Jekaterinenburg schon gekauft. Andererseits war ich froh den episch grossen Spinne des Hotels entfliehen zu können. Ich genoss den Tag in der Stadt, auch wenn die Hitze auf neue Rekordewerte stieg. Zwischendurch flüchtete ich in die Metro... Akte Metro

Im Tartarstanmuseum fand ich folgendes Bild:

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Details:

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(Es zeigt gut, wie die Tartaren irgendwie immernoch an der Eroberung und Christianisierung ihres Landes nagen. Die Versöhnung mit den Russen ist schon 500 Jahre alt, aber immernoch aktuel. Die Halbierung der Stadt in einen christlichen und in einen muslimischen Teil ist heute noch spührbar. Auch realisiere ich, dass Russland nicht eine Einheit, sondern ein Flickenteppich ist. Es gibt duzende halbunabhängige Republiken, hunderte Sprachen, tausende Kulturen. Sie klammern sich an Führer wie Putin fest, da sie um die Einheit des Landes fürchten.)

 

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(Die Museen waren die ersten seit Westeuropa, die besuchswürdig waren. Auch ist das Museum von Tartarstan um Dimensionen besser als das von Russland im Kremel. Vieles ist auf englisch erklährt. Die Austellugen bildhaft und spannend.)

 

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(Kazan wird mir vorallem als heisseste Stadt in Erinnerung bleiben. Die Sonne am wolkenlosen Himmer brannte erbarmungslos auf die Stadt. In den Nachrichten gibts schon ne Weile vorallem eins: Feuer und Rauch. Russland brennt.)

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23. Juli 2010 5 23 /07 /Juli /2010 08:34

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(Hauptstrasse in Moskau.10-14 Spurig. 2-4 Meter pro Minute)

 

14-15.7.10

Ich genoss Helsinki und machte den Blog. Am Nachmittag des 15. ging ich dann aufs Schiff. Nachdem ich eine Stunde angestanden habe, machte die Grenzkontrolle Probleme. Keine Ahnung wieso, aber die waren nicht glücklich mit meinem Pass... Anstatt etwas zu tun, warteten sie auf bessere Zeiten und liessen den Kreuzer mit 1'000 Personen an Bord auf mich warten!! Auf dem Schiff traf ich dann auf einen jungen Finnen, der vorallem an Bier und Mädchen interessiert war. Aber die Stimmung war super. An Deck war genug warmes Wetter, dass alle herumtanzten zur russischen Technomusik. Plötzlich stieg ein Saxophonist auf einen Tisch und spielte live. Klasse!

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(Blick vom Schiff zurück auf Helsinki.  r. Die Inseln Suomenlinna wurden zur Festung ausgebaut um sich gegen die

Russen zu verteidigen. Genützt hats aber nicht viel. )

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(Auf der Fähre waren viele Wochenend-Urlauber. Zusammen mit viel Taxfree Alkohol macht das viel Party).

 

16.7.10

Als wir aufwachten, waren wir schon im Hafen von St.Petersburg angekommen: Bei schönstem Wetter. Als allererstes kaufte ich mein Ticket nach Moskau, was eine harte Arbeit war:  

2h in brütender Hitze anstehen um sich dann mit dem schlechten Russisch durchzuschlagen.

Dank Lonelyplanet und viel Geduld fand ich irgendwann mein Hostel. Dieses Cuba-Hostel lwar super. Freundliche Leute, Gemeinschaftsräume wo man sich leicht findet und saubere Räume. In einer bunt gemixten Touri-Gruppe ging ich dann spontan in den Ausgang...

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(l. Es ist für die Russen der absolute Wahnsinn, wenns sie in St. Petri oder in Moskau heiraten können. Dementsprechend fand man eine Limousine nach der anderen.)

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(Der Novskiprospekt ist DIE Strasse in St. Petersburg Impressionen: )

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17.7.10

Ich traf zwei Schweizerfrauen mit denen ich den Tag verbrachte. In einer Gruppe dauert zwar alles 3mal solange, als  wenn ich alleine unterwegs bin, aber es war super angenehm, wieder einmal mit Schweizerinnen unterwegs zu sein. Dank ihnen gingen wir an die Worldpressfotoausstellung. War absolut eindrücklich. Zum Teil schwer zu verdauen, aber trotzdem ein Highlight!

Am Abend: wieder Ausgang...

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(Diese Brücke trennte unser cooles Hostel mit dem Ausgangsquartier. Merkt euch das: Cuba-Hostel in St.Petri!!! Super Staff. Super gelegen. )

 

18.7.10

Zum Teil war ich mit den Schweizerinnen unterwegs, zum Teil war ich guter Tourist und schaute mir die Stadt an. Ins grosse Marinskitheater gingen wir nicht: 1. Waren wir zu spät, 2. Hatte es keine Karten mehr...Dafür zog ich mir die wichtigsten Metrostationen rein. Akte Metro

 

19.7.10

Heute machte ich einen Powertag als Tourist. Ich zog mir jedes Hauptgebäude und historischen Plätze rein.

Am Abend genoss ich nochmal die Ambiance des Cuba-Hostels bevor ich auf den Zug ging.

 

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(Historisches Zentrum mit grosser Säule in der Mitte.)

 

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(Riesige, bunte Kirche von St. Petri  - hoffe diese Umschreibung ist korrekt!? )

 

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(Details aussen: r. Die Kirche wurde für einen Zar gebaut, der durch ein Terroranschlag genau da tödlich verletzt wurde. Doch da die Stelle IN der Kirche platziert sein sollte aber genau am Wasserrand war, musste mit riesigem Aufwand die ganze Kirche in den Kanal hinein gebaut werden.)

 

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(Innenansicht der Kirche des vergossenen Blutes: oder Auferstehungskirche. Die ganzen Wände sind mit UNGLAUBLICHEN Flächen von Mosaiken verziert. Dies nicht wegen nichts. Die Farbe der Mosaike lassen sich viel länger erhalten und sind robuster als Ölfarben. Gerade im St.Petersburg-Klima.)

 

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(l. Es ist eigentlich ein Wunder, dass die Kirche zu Sovjetzeiten nicht zerstört wurde. Dies geschah nähmlich mit den meisten Kirchen in Russland. Aber sie wurde Jahrzehnte als Lagerhalle missbraucht. So litten die Mosaike extrem unter dem Nicht-beheizen. r. Genau da hats den Typ damals erwischt....)

 

Impressionen:

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(r. Zu dieser Kirche gibts ne tolle Geschichte. Das Zeichen oberhalb der Kugel gaaanz oben auf der Turmspitze, wurde bei einem Gewitter beschädigt. Leider wäre ein Gerüst zu aufwendig gewesen. Ein geschickter Handwerker schaffte es dann, bis unter die Kugel zu klettern. Dor schwang er ein langes Seil hinauf, bis er sich sogar über die Kugel ziehen konnte. Anschliessend installierte er eine Leiter und bearbeitete die Spitze während Wochen. Jeden Tag stieg er bis ganz oben und arbeitete viele Stunden am Stück. Der Arbeiter wurde so zum Ehrenbürger der Stadt. Er lebe noch heute. )

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(l. Der Admiralsturm kann man von fast allen Strassen der Stadt sehen. Diese wurden Sternförmig von diesem Turm weggebaut. r. Der Gründer der Stadt als eherner Reiter: link)

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(Keine Ahnung wieso, aber an diesem Tag gabs an jeder Strasse zwei Dutzend Polizisten.Mit ihren hübschen Hüten musste ich ein Foto machen.)

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(Ich lief zu einem schönen Kloster am Rande  des Zentrums.)

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(Ich nahm irgendwelche Busse und schaute mir die Stadt ausserhalb des Zentrums an. Das System ist denkbar einfach. In jedem Bus ist eine Kontrolleurin. Diese verkauft einem direkt ein Ticket. Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr gut ausgebaut.)

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(l. Dies ist quasi ein historischer Supermarkt, wo sich die Russen schon vor hunderten Jahren mit Sachen aus aller Welt eindecken konnten. r. St. Petersburg war mir sehr sympatisch. Es gibt viel anzusehen und kunstinteressierte werden nie genug von dieser Stadt haben. Erstaunlich, da das ganze mitten in einem Moor gebaut wurde. In den ersten Jahrzehnten wurden für ein paar Tausen Einwohner Zehntausende Zwangsarbeiter geopfert. Steuern mussten zu einem grossen Teil in Steinen geliefert werden. Die Herrscher hatten Erfolg. Ein paar Hundertausend Menschenleben später, wurde die Stadt so wichtig, dass sie zur Hauptstadt wurde. )

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(Super Leute, super staff, super Lage. Danke Cuba-Hostel. Der erste richtige Backbacker in Europa. Ich genoss mit den Leuten und Weissrussischem Bier die letzten Momente. Auf diesem Foto verabschiedete ich mich.)

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(Mein Zug nach Moskau. -übrigens, die Russen stehen immer noch auf die Sovjetsternchen. Die sieht man überall...-

 

20.7.10

Am Morgen um 2.10 Uhr startete der Zug Richtung Moskau. Mein Stolz (ein Ticket für 20 Franken) hatte aber einen kleinen Hacken: Es waren nur Sitzplätze. Also ca. 10 Stunden am Stück in engen Sesseln in einem Wagon in welchem man nicht sicher war, ob die Leute noch schliefen oder vor Hitze und Schweiss schon kollabierten...

In Moskau spuckte mich der unübersichtliche Bahnhof irgendwo auf die Strasse, inmitten in ein Getümmel von Russischen Verkäufern, Flyerverteiler  und hastigen Geschäftsleuten.

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Die Häuser sind höher und hässlicher, der Verkehr stressiger und unübersichtlicher. Als ich dann die U-Bahn fand, war es DIE Erlösung  Akte Metro . Das Hostel zu finden sollte sich als echte Herausforderung herausstellen.

Diese sind hier nicht mehr mit grossen Jugendherbergen und Schilder angeschrieben, sondern wenn man Glück hat, findet man ein Zeichen auf der Klingel an einem der Eingänge.

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(Hmm, 14 Leute in einem Raum. Zum Gück war nur etwa 36-38 °C im Schatten...)

 

Super war: Ich fand sofort drei Mexikaner, mit welchen ich in die Grosse Kirche der Auferstehung Christis und die Metro erkundete. Am Abend trafen wir uns dann auf dem Roten Platz, wo wir alles aus unseren Kameras holten...

 

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(Moskau Christ- Erlöserkirche link. Links im Bild sieht man ein Stalin- Hochhaus link)

 

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Kreml:

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(r.Die kleine Stufenpyramide ist Lenins Mausoleum. Am nächsten Tag war ich drin. Lustig waren die Soldaten die einem auf Schritt und Tritt mahnten kein Foto oder Lärm zu machen. Lenin selber liegt sehr tot in einer Vitrine. Als der Chef starb, sammelte man ein paar der besten Wissenschaftler zusammen, um ihn zu konservieren. Man schloss sie mit der Leiche in ein Labor ein und ein paar Wochen später Tadaa: Er sieht wieder toll aus. Leider glaubt keine Sau, dass man dazumal wircklich den Typ so tiptop herrichten konnte. Es gibt viele Geschichten über diese Mumie. Ich persönlich glaube sehr wohl, dass da Lenin liegt. Aber vieleicht eher eine hässliche Leiche, eingehüllt in eine Wachsschicht...)

(u. Wir genossen den Abend in vollen Zügen. Kein kalter Krieg. Keine Sovjets. Nur ein paar blöde Touristen.)

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(l. Das Grab des unbekannten Soldaten hat ein 'ewiges Feuer' in der Mitte. Hab gehört es soll ein grosses Theater gegeben haben, als ein besoffener hineingepisst hat...)

 

 

21.7.10

Nachdem wir das Mausoleum von Lenin angesehen haben und die Zwiebelkirche auf dem roten Platz, trennten wir uns, da ich in den nächsten Shop flüchtete um so viel Flüssigkeit wie möglich einzuflössen. Anschliessend kaufte ich mir das nächste Ticket. Die Hitze war wie die Stadt: atemberaubend. Ein paar Tage später werde ich erfahren, dass die Temperatur noch zunahm und die Metropole wegen dem Rauch der umliegenden Waldbrände in einem Smog verschwand...Inzwischen kühlte ich mich mit Metrofahren ab. Akte Metro

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(Die Basilika- Kathedrale am Tag. Als Iwan der Schreckliche die Tartaren im Osten 1552 plattmachte, liess er diese Teil bauen. Sie ist aber komplett anders als die Kirche von St.Petersburg, die nach diesem Vorbild Gebaut wurde. Eng und verwinkelt entdeckt man eine Kapelle die an der anderen klept. Von aussen siehts ja aber trotzdem toll aus!)

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(Früher musste man sterben oder viele Kinder gebähren damit man sowas bekam. Heute gibts die Pins und Abzeichen an jeder Ecke für ein paar Rublien. r. Solche Fernwärmerohre sind nur noch sehr selten zu sehen. Vorallem mitten durch den Verkehr. )

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(Der Warteraum in einem der Bahnhöfe. Super Sache. Leider geht immer um das selbe. Revolution, Sieg, Krieg...)

 

22.7.10

Ballet haben wir heute gesehen. RICHTIGES supergutes Ballet. Ein bisschen abnormal wars vielleicht, dass wir da oben in 35°C vorallem gegen den Schlaf kämpften anstatt das Stück richtig zu geniessen.

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(Gleich links von dem Bolschoitheater gingen wir ein Ballet anschauen. Zwar ist das hier Weltklassequalität. Aber für Noobs doch ziemlich -speziell- Ich genoss es. Mein mexikanischer Nachbar links auch- irgendwie...:   )

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(Auch andere tolle Konzerte kann man da sehen...)

 

23.7.10

Mein Touri-Power Tag!

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(Nachdem ich ein paarmal vorbei ging ohne was zu bemerken: Oh, die Duma. Eines der grossen Machtzentren von ganz Russland. Auch da: in die Ecke pinkeln kommt schlecht an. )

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(Auch da, Ein Hammer, eine Sichel, ein Sternchen und man ist Glücklicher)

 

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(Das Nationalmuseum am Roten Platz ist an sich schon sehenswert. Leider ist ALLES auf russisch. Auch gut, so ist das ganze schneller abgewatschelt. )

 

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(Andere lustige Sachen die man in Russland machen kann: Man kann sich Allianzversichern, oder in einen Worldclass Fitness- Klub gehen. Ein paar Wörter und das Russische Alphabet erleichterten das Leben um Dimensionen. Immer wieder. Mal schauen wies in China wird...) 

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(Da haben sie das Geschenkt. Es musste ja alles immer 10 mal grösser sein als im Ausland: Dafür kann man im Brunnen wunderbar schwimmen gehen...)

 

Kreml innen:

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(l. Grosser Turm. mit grossen Glocken. Da jeder Herrscher einen tieferen Ton von seiner Glocke haben wollte, wurden diese immer grösser. Bis:

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Die Glocke doch zu gross war...)

 

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(l. Da bekamen sie die Krone. r. Da wurden sie begraben)

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(Ja, eben, alles musste 10 mal grösser sein. Zarenkanone)

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(Und nochmal genau von der anderen Seite als dem Roten Platz.)

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(Flipflop-Time!! Das rechts oben ist übrigens verflüssigter Strassenbelag: Ja, Es war heiss. Jetzt im Moment sitze ich in einem Internetzenter in Kazan und es klebt immernoch Bitumen link an meinen Schuhen!)

 

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(Unheimlich grosses Denkmal; Peter der Grosse. Hmm, wieso machen die so ein Denkmal, wenn der Typ doch St.Petersburg liebte und Moskau den Rücken zukehrte. Ein junger Russe erklähre uns, dass es eigendlich ein Kolumbusdenkmal a la Freiheitsstatue als Geschenk für Amerika gedacht war. Leider wollten die Amis das hässliche Teil nicht. Also schnitt man einfach den Kopf von Christoph Kolumbus ab, und setzte den Kopf von Peter der Grosser drauf...)

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(Et voila: Peters grosser Lockenkopf...)

 

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(Ich fand nen Park mit viel Kunst.)

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(Unter anderem die drei schweizer Eidgenossen: Maschinengewehr- Version...)

 

Nach dem Kremel mit all seinen hübschen Kirchen, suchte ich das Stalin-Uni-Gebäude auf und genoss jede U-Bahnstation. Die zwei Studenten die ich ansprach, gaben mir den Insidertip beim Gebäude vorbeizugehen und die Aussicht auf ganz Moskau zu geniessen.

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(o.l. Bauboom in der neuen Moskau City link u.r. Dieser Fastfood ist lecker und macht satt. Eine heisse Kartoffel wird in der Mitte halbiert. Der Inhalt mit Käse und Salz vermischt. Und der Verkäufer kleckert ein bisschen obendrauf was man so will: Lachs, Gemüse, Fleisch....)

 

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(Ich nahm irgend ne Metro bis fast ans Ende und stieg aus, um zu sehen wie die Leute hier so leben. Alles ist sehr viel günstiger was man hier kauft. Ein Block kommt nach dem anderen. So weit das Auge Reicht.)

 

Wahnsinn, ich hab gehört, dass ca. 70% des BIP ( Bruttoinlandprodukt) in dieser Stadt generiert wird. Zwar wohnen offiziell etwa 10 Millionen in der Hauptstadt. Geschätzt wird aber, dass etwa 15-17 Millionen hier leben. Dabei ists nicht wie in Skandinavien, wo man massig Grünflächen organisierte. Sondern fast alles ist überbaut.

Sobald etwas deftige schlimmes in dieser Stadt geschieht, ist ganz Russland im Arsch...

In der Nacht ging ich dann Richtung Bahnhof. die nächsten 36 Stunden werde ich im Zug Richtung Sotschi verbringen...

 

Persönlich: Habe ich gemerkt, dass mit dem verlassen Moskaus eine ganz andere Welt angefangen hat. Ich freue mich auf den Baikalsee. Auch fühle ich mich wohl in meiner Haut und mit den Russen komme ich gut klar. Sie sind sehr gastfreundlich sobald mal das Eis gebrochen ist.

 

Plan A: Zuerst Richtung Sotschi: -->Schöne Ferien im russischen Strandparadies. Danach möglichst schnell an den Baikalsee...

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14. Juli 2010 3 14 /07 /Juli /2010 17:04

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(Grenze Norwegen/Finnland

Es kamen soviele Autos, dass ich began die Ameisen zu zählen, auf russisch: Noll, Odin, Twa, Tri, Tschietüre, Piatsch, Schiest, Siem, Wosiem, Diewiat, Diesiat.....)  

 

9.7.10

Bis nach Ivalo ging ich mit einer hübschen Blumenverkäuferin. Sie war eine der seltenen Sami (indigenes Volk im Norden Skandinaviens), worüber wir vorallem sprachen, weshalb die Zeit schnell vorbei ging.

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10.7.10

Von Ivalo bis Kuopio hatte ich wohl den längsten Lift ever! Die ganze Strecke legte ich nur in einem Auto zurück!!!

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(l. Normales Geschäft in Ivalo r. Normale Strasse in Ivalo)

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(Grossen Respekt vor den zwei Ladies! An einem Tag fuhr die Fahrerin ca. 1300 km... Ich durfte etwa 900 davon mitreiten. Dabei lieferte ich den Service einer Nackenmassage und vertrieb regelmässig Reentiere von der Strasse. Alle Finnen meinten einstimmig, diese Viecher seien einfach blöd. Autos akzeptieren sie als Teil ihrer Herde. Sobald die Menschen aussteigen für ein Foto, rennen sie weg...)

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(Die Ladies liessen mich in Kuopio raus. Dort fand ich dann einen Laden mit typisch finnischen Öffnungszeiten: Fast immer offen. r. Finnisch ist wohl die abgefahrenste Sprache ever! Es gibt so gut wie keine Paralellwörter. Sie selber sagen sich und ihrer Sprache nicht Finnisch sondern Suomi...!)

 

11.7.10

Zügig gings weiter. Dann wurde ich von einem Typen des finnischen Radios direkt in die Stadt gebracht. Er machte sogar eine Ehrenrunde mit mir und zeigte mir ein bisschen die Stadt.

Die Leute dieser Stadt waren extrem nett und aufmerksam, auf dem Weg zum Hostel wurde ich gleich von 2 jungen Finninnen gefragt ob ich Hilfe brauche, nachdem ich die Karte studierte...

Ich fühtel mich wohl in Helsinki.

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(Die fette Kirche von Helsinki ist das Wahrzeichen der Stadt)

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(Helsinki wird mir als Stadt der Parks in Erinnerung bleiben. Gleich wie Göteborg, Stockholm und Oslo gehören hunderte von Inseln zum Gebiet der Stadt. Auch die grossen Fähren nach Tallin, St.Petersburg und Stockholm gehören zur Skyline dazu.)

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(Weiter abgelegen fand ich dieses schmuckes Stück. Eine Kirche zu finden die mal ohne Massen von Touristen auskam war schon was schönes. Ich genoss die Ruhe für eine halbe Stunde, bevor ich weiterging.)  

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(Friedlich wiehernde Gänseherden r. eine Spezialität von Kuopio, wiedergefunden auf dem Markt. Erfunden wurden die Dinger für die Fischer und Arbeiter. Man stopft so viel Fisch und Fleich in ein Ruchbrot bis es keinen Platz mehr hat. Kalakukko von der grösse einer Faust wiegt schnell mal ein Kilo. Satt wird man auf jedenfall! link)

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(Lange Zeit war Finnland ein Teil Schwedens. Interessanterweise entstand das Land wegen der Russen. Als diese das Gebiet von Finnland eroberten, wandelten sie es in ein Grossfürstentum um und standen ihnen gewisse Unabhängigkeiten ein. Dem russischen Zaren waren die früheren Hauptstädte zu weit weg, also ernannte er Helsinki zur neuen Hauptstadt. Da diese hübsch aussehen sollte, holte er einen Italiener (Das taten die Russen die ganze Zeit so) und bauten das ganze Zentrum neu. Im Zentrum der Regierungsgebäudes steht (l.) die reformierte Kirche...

 r. die orthodoxe Kirche)

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(Normale Strasse im Zentrum. r. Mein neuer Stolz. Messer haben eine grosse Tradition in Finnland. 20cm puure rostfreie  Filetiermaschine)

 

12.7.10

Die Jugendherberge mit Pool und Sauna gefiel mir so gut, dass ich den Aufenthalt bis zum 15.7.10 verlängerte und dann direkt ein Ticket nach St. Petersburg kaufte. Talin ist also definitiv gestrichen.

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 (Der Bahnhof gilt als DAS Beispiel finnischer Architektur.)

 

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(Die Temppeliaukiokirche ist direkt in den Felsen hineingebaut. Ich fand es sehr angenehm. Die finnischen Architektenbrüder wollten, dass der Fels die eingendliche Kirche ist...)

 

13.7.10

Ich war wieder unterweg in der Stadt als mich ein SMS erreichte: Angers (ein Chinese, den ich kenne) sei auch nach Helsinki gekommen. Bevor er wieder nach Stockholm musste, trafen wir uns und genossen Helsinki zusammen.

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(In der Geschichte und in den Museen tauchte immer wieder diese Angst auf: Der riesige Adler Russland entreisst der braven finnischen Maid das Buch des Rechts und der Unabhängigkeit. Grosser Nachbar Russland bestimmte die Geschichte Finnlands sehr stark. In den Weltkriegen und im kalten Krieg war Finnland im Mittelpunkt des interesses der Nato und anderer. In einem Krieg mit Russland sind immer die skandinafischen Länder mit Finnland an vorderster Front involiviert da sie die Meeresstrasse Richtung Atlantik blockieren...)

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(Leider sah ich keine Elche ausser im Zoo. Darum musste der Elch vor einem Museum für eine Foto herhalten. Das ist jetzt die richtige Grösse eines grossen männlichen Elchs. Jedes Jahr sterben ziemlich viele Menschen weil die Tiere nicht aus dem Weg gehen und in der Nacht auf der Strasse herumstehen. Und von 100km/h auf 0 in 3 Sekunden ist schwierig zu überleben. Auch haben sie lange Beine, weshalb alles ab der Höhe der Rückspiegel einfach abrasiert wird. )

 

Persönlich: Ich merke welche Distanz ich weg von der Schweiz bin. Reisemüde bin ich aber noch nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass es in Russland und China einsamer wird, wenn nicht mehr jeder Englisch spricht.

 

Plan A: Am 15.7.10 gehts nach Russland. Dort starte ich mit der Transsibirischen Bahn und hoffe, dass ich einige Zeit am Baikalsee verbringen kann.

 

 

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